Mittwoch, 23. Dezember 2009

Befehlsverweigerung von rechts

Die Plage der Befehlsverweigerung “von links” in der israelischen Armee, besonders akut in den 90er Jahren, hat sichtlich nachgelassen, die edle Fahne der Friedensbeweger von “Schalom Achschav” , dt. “Frieden jetzt”, scheint zu verblassen. Viel zuviel Blut haben die “progressiv Denkenden” und Gutmenschen seit den Osloer Vertraegen vergossen, sodass sich die israelische Bevoelkerung – mit Ausnahme links-faschistischer Randgruppen und aus dem Ausland finanzierter “Menschenrechtsaktivisten” - mittelrweile sehr begrenzt fuer Zugestaendnisse und Friedensbewegungen aller Art begeistern kann. Nichts haette Israels politisches Spektrum weiter nach rechts verschieben koennen, als die verblendete Politik der 90er Jahre. Und schliesslich die Erfahrung des Gaza-Rueckzuges von Scharon mit mehr als 16000 Deportierten, von denen immer noch etliche in provisorischen “Karavanen” hausen muessen, und Tausende Raketen der HAMAS, die danach folgten.


Vor wenigen Tagen hatte Israels Verteidigungsminister Ehud Barak den seit 40 Jahren laufenden Vertrag mit der Militaerschule fuer relogioese Jugendliche, “Jeschivat Har-Bracha”, aufgekuendigt. Begruendeung: die “Militaer-Jeschiva” unter der Leitung des Rabbiners Melamed erziehe Befehlsverweigerer und Meuterer. Darunter versteht Barak und die Armeefuehrung Soldaten und Ofiziere, die sich weigern, sogenannte juedische “Forposten” zu raeumen und Juden aus ihren Haeusern zu vertreiben. Durch solche Tendenzen sieht Barak die Umsetzung des Siedlungsmoratoriums gefaehrdet. Die Schulleitung erwaegt juristische Schritte gegen die Entscheidung.

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