Sonntag, 27. Dezember 2009

Wo Ahmadinedschad recht hat


Bei der letzten Grossdemonstration der Oppositionsanhaenger von Mir Husein Musaui auf dem teheraner “Platz der Revolution“ wurde dessen Neffe Said Ali Musaui von der beruechtigten iranischen Staatsschutzpolizei Basidj ermordet. Darueber hinaus kamen weitere mindestens 8 Menschen um. Wie die Oppositionsvertreter vermelden, weiten sich die Unruhen auf anderen iranische Staedte aus, darunter Isphahan und Qum. Das iranische Staatsfernsehen bestreitet dies.
Die Ermordung eines Verwandten vom Oppositionsfuehrer stellt eine weitere Eskalation in der Gewaltspirale nach den Praesidentschaftswahlen in diesem Jahres dar und ist ein unmissverstaendlicher Signal an Musaui, seine Aktivitaeten einzustellen. Das wackelnde islamistische Regime in teheran ist deshalb zur Zeit gefaehrlicher denn je, denn seine letzte Trumpfkarte hat Achmadi-nedjad noch nicht ausgespielt: die Flucht nach “aussen”, die Vereinigung seiner Landsleute im Kampf gegen den Westen und vor allem den “zionistischen Feind”, woll wissend, dass der Judenhass das Potential hat, alle erdenklichen inneren Probbleme in der islamischen Welt zu ueberlagern. Retorisch ist der iranische Praesident schon laengst auf dem Kriegspfad und hat sich unlaengst zu wuesten Beschimpfungen der EU-Politiker, “einer duemmer als der andere”, hinabgelassen. Diese Feststellung ist bislang die einzige traurige aber ubestreitbare Wahrheit aus  seinem Munde. Denn die EU und Hussein Obama strecken weiterhin deren schon reichlich angespuckte Hand an Teheran aus, mit der Aufforderung, auf sein Atomwaffenprogramm, das Teheran bereits seit den Schah-Zeiten betreibt, ausgerechnet jetzt zu verzichten. 

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