Dienstag, 29. Dezember 2009

Israel: Geldfrage

Welche Personen sollen auf den Geldscheinen abgebildet werden und wer entscheidet darueber, wenn man beruecksichtigt, dass das Geld, das wir taeglich in den Haenden halten, wenn wir es haben, das wichtigste Propagandamittel ist? In welchem Proporz duerfen dort prominente Politiker unterschiedlicher Lager vorkommen? Wie hoch soll die Frauen-Quote sein? Vor allem die “Nominierung” Izchak Rabins, des ermordeten israelischen Premierministers, der der 1993 PLO Land und Waffen gab, sorgte fuer heftige Diskussionen. Die Verwanten von Nobelpreistraeger Menachem Begin wiederum hatten selbst gegen dessen Bild auf dem Geld Einspruch eingelegt, den aber die Zentralbank rein nach dem Gesetz ignorieren koennte.


Nun hat der Finanzminister Juval Steiniz den Streit beendet, der zustaendigen Kommission hat er eine Liste von zehr Namen vorgelegt, deren Portraets auf die Geldscheine gedruckt werden sollen, unter denen kein einziger Politiker abgebildet ist, sondern vorwiegend Dichter, Komponisten, Wissenschaftler. Statt der politisch korrekten Heuchelei hat man sich fuer eine unpolitische Loesung entschieden. Aber bis 2012 bleibt ja noch Zeit.

Der “Neue Israelische Schekel”, NIS, hat 1988 nach einer Hyperinflation den “alten” Schekel abgeloest. Der Begriff “neu” wird aber ab 2012 wieder verschwinden.

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