Freitag, 15. Januar 2010

Ägypten: Schiessen ohne Vorwarnung


Den ägyptischen Grenztruppen an der Grenze zum Gazastreifen wurden neue Verhaltensrichtlinien erteilt. Ab sofort wird auf jede bewaffnete Person geschossen, die aufs Dach eines Gebäudes in der Nähe zur Grenze steigt. Die Grenzschutzvorrichtungen werden verstärkt, u. a. werden die jetzigen älteren Wachtürme gegen neue, schusssichere Türme aus Stahlbeton ausgetauscht. Ägypten erwägt ferner die Aufstockung seiner regulären Truppen auf der Insel Sinai, die nach dem Friedensvertrag mit Israel eine bestimmte zahlenmässige Obergrenze nicht überschreiten dürfen. Diese Massnahmen wurden nach den jüngsten Unruhen an der Grenze beschlossen, in deren Verlauf ein ägyptischer Grenzsoldat durch die HAMAS getötet wurde. Ägypten rechnet mit weiteren Unruhen und "Protestaktionen" der HAMAS während des Baus des elektronischen Sicherheitszauns entlang der Grenze zu Gaza.

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