Samstag, 16. Januar 2010

Das Loblied Ägyptens an Mossad

"Jeder iranische Staatsdiener versteht sehr gut die Bedeutung des Zauberwortes "Dagan". Ohne ihn wäre das iranische Atomwaffenprogramm schon vor Jahren realisiert worden." Das war heute nicht in Ha Aretz oder Jediot Ahronot zu lesen, sondern ist ein Auszug aus dem Artikel der ägyptischen Staatszeitung Al Ahram, geschrieben von einem der Redakteure Aschraf Abu al Hul. Der Autor preist die Leistungen des israelischen "Instituts" für Auslandsaufklärung Mossad hoch und nennt dessen gegenwärtigen Leiter Meir Dagan einen "jüdischen Superman". Die Erfolge des israelischen "Instituts" an allen Fronten - sei es die Ausschaltung des Chefterroristen der Hisbolla Imad Mugnie, die Liquidation des geheimen Atomwaffenreaktors in Syrien, die Stärkung iranischer Regierungsgegner, das Attentat auf die Schlüsselfigur des iranischen Nuklearwaffenprogramms, den Physiker Ali Muhmadi oder die Dezimierung der Waffenarsenale von Hisbolla und HAMAS - seien unbestritten. Dabei ziehe es die "graue Eminenz" im israelischen Geheimdienst vor, dass die Erfolge seiner Behörde auf der "gegenüberliegenden Seite" auftauchen, ohne jemals selbst irgendwelche Stellungnahmen abzugeben.
Man sollte dieser Liste der spektakulären Erfolge aus ägyptischer Perspektive vor allem die Aufdeckung und Zerschlaung des schiitischen Terrornetzwerkes in Ägypten im Sommer letzten Jahres hinzufügen, das, von Hisbolla und Iran aus gesteuert, den Sturz des Mubarak-Regimes zum Ziel hatte. Israel hat die Beteiligung seiner Geheimdienste an den aufgelisteten Vorfällen immer bestritten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen