Freitag, 18. Dezember 2009

Die Selbstabdankung des Westens III: Das Ende des Rechtssystems

Die gegenwärtige westliche Demokratie ist eine seltsame Art von Ideologie: sie ist mit ihrer relativistischen, blinden Gleichstellung von allen mit allen und allem mit allem, ihrem Gleichberechtigungswahn, dem unreflektierten Schutz "individueller und kollektiver Freiheitsrechte", mit ihrer historisch bedingten Verteuflung des Ideogiebegriffs dennoch selbst eine Ideologie: eine Ideologie der Ideologielosigkeit. Aus der Entzauberung und dem zerstörerischen Versagen von Grossideologien des 20 Jahrhunders hat die westliche Demokratie nämlich falsche Schlüsse gezogen. Anstelle einen nicht-expansiven, zivilisierten aber wehrhaften Nationalismus und eine westliche Kulturdominanz zu proklamieren, hat sich Europa die Begriffe von Nation und Kultur verboten, kann aber durch die selbstangelegten Ketten von "universellen Freiheits und Gleichheitsrechten", den auflebenden Nationalismen ihrer eigenen Migranten nichts entgegensetzen. Der fatale Fehler des westlichen universellen Grund- und Menschenrechtskatalogs liegt also nicht in der Idee an sich, sondern in der Unterordnung auch der kulturellen und religiösen Werte des Westens -der jüdisch-christlichen Zivilisation - deisem nihilistischen Gleichheitsdogma. Nach der Unantastbarkeit der Menschenwürde soll nämlich unmittelbar danach der Vorrang und die Unantastbarket der kulturellen Werte stehen, auf denen diese Zivilisation gewachsen ist. Der Schutz des viel zu schmalen "Verfassungskerns" muss auf die westliche Kultur ausdrücklich ausgedehnt werden und einen fremdartigen Expansionismus erfolgreich abwehren.
Denn gegenwärtig sind europäische Verfassungen, wie z B das  deutsche Grundgesetz, keine Beschützer ihrer Gesellschaftsordnungen, sondern Waffen in den Händen ihrer Feinde. Einige Grundrechte, wie die "Meinungsfreiheit" oder "Glaubensfreiheit" z B,  führen zu permanenten Grundrechtskonflikten und zum Missbrauch durch bestimmte Gruppen, die diese Normen zur Zerstörung der kurzsichtigen infantilen westlichen Gesellschaft instrumentalisieren. Und da meint man noch naiverweise aus der Weimarer Republik gelernt zu haben. Aber genauso wie 1933 die Abgeordneten im deutschen Reichstag sich der Tragweite des Wertrelativismus und der Selbstabdankung nicht bewusst waren, so sind die heutigen Politiker ebenso wenig bewusst, wohin ihre Wertneutralität und Beschwichtigung führen.
Dieser Infantilismus und die Überzivilisiertheit des Westens strahlt auch auf die benachbarten Rechtsbereiche aus. Die deutsche Strafjustiz z B ist unangemessen und ungerecht: das Eigentum stellt hier ein höheres Schutzgut, als das Leben und die Würde des Menschen. Die Steuerhinterziehung im grossen Stil, Veruntreuung und Betrug werden mit drakonischen Gefängnisstrafen belegt - Vergewaltigung und Mord mit "akzeptierender Sozialarbeit" und psychiatrischer Betreuung.

Ein weiterer wichtiger Teilprozess in diesem selbstverordneten Untergang des Westens ist die militante Ideologie des Feminismus, indoktriniert durch das wertfreie hedonistische Wirtschaftssystem, die leidigen Systemmedien, unreflektiert weitergetragen durch Politik und Recht. Dieser Auswuchs des Gleichheitsdogmas, der Gleichheit als Selbstzweck, hat zur Auflösung der die Gesellschaft konstituierenden naturgegebenen familialen Rollenteilung geführt und somit den Untergang der westlichen Gesellschaften mitbesiegelt.

Zum Teil IV: Das Ende der Werte

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