Freitag, 18. Dezember 2009

Die Selbstabdankung des Westens. Vorbemerkung

Versuch einer Diagnose westlicher Gegenwartsgesellschaften
Meinen Eltern und Grosseltern gewidmet.

Einige Leser werden manch einen Widerspruch in meinen Thesen zu entdecken meinen, doch ist es nicht meine Absicht einen "Tractatus" vorzulegen, denn die "soziale Welt" ist viel zu komplex, als dass man sie in eine logisch konsistente Beschreibung zwängen könnte. Der folgende Essay ist ein Versuch, die gegenwärtigen Entwicklungstendenzen der "westlichen Zivilisation" aufzuzeigen.
In den vier wichtigsten Subsystemen moderner, freiheitlich-pluralistischer Gesellschaften - dem Wirtschafts-, politischen, Rechts- sowie Kultur- und Wertesystem - lassen sich jeweils parallel verlaufende und einander bedingende Prozesse unterscheiden, die die Funktionalität der jeweiligen Systeme zunehmend beeinträchtigen und unweigerlich zu deren Auflösung und damit dem Untergang der Gesamtgesellschaft führen müssen:

1. das Ende der Arbeit im Wirtschaftsystem;
2. der Verlust der Wahrnehmungskraft und somit der Steruerungskompetenz bei gleichzeitig zunehmender Selbstverwaltung im politischen System;
3. die Erosion und Perversion konstitutiver Normen im Rechtssystem;
4. der Bindungskraftverlust konstitutiver Werte im Kultur- und Wertesystem.

Als Katalysator dieser Prozesse wirkt dabei stets der mittlerweile irrationale, suizidale Antisemitismus mit.

Zum Teil I: Das Ende der Arbeit

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