Sonntag, 31. Januar 2010

Antisemit: eine kleine Studie am Beispiel Erdogan (erneuert)

Der tuerkische Premier Erdogan gab heute dem Nachrichtensender EuroNews ein Interview anlaesslich der Eroeffnung der tuerkischen EuroNews-Sparte. Wie auch sonst bei jeder Gelegenheit, konnte sich der tuerkische Premier auch diesmal nicht verkneifen, seine Meinung zu Israel kundzutun. “Israel kann die Tuerkei aufgrund der Besatzung und Umwandlung Gazas in ein Gefängnis unter freiem Himmel [als Verbuendeten] verlieren”. Im Unterscheid zu seinen vorherigen polemischen Ausfaellen ist Erdogan zu direkten Drohungen gegen Israel uebergegangen und erstmals ausdruecklich die Aufkuendigung der strategischen Partnerschaft in Aussicht gestellt: “Die jetzige Situation koennte dazu fuehren, dass die Tuerkei die frueher abgeschlossenen Abmachungen und Vertraege einer Neubewertung unterzieht.” De fakto ist das schon laengst geschehen, das war nur eine Art Erklaerung fuer Sonderbegabte, die es noch nicht verstanden hatten. Israel taete gut daran, genauer hinzuschauen, wen es mit seinen High-Tech Waffen beliefert.
An diesem Beispiel lässt auch noch sehr gut verdeutlichen, wie man die Israel-Kritik eines verblendeten Antisemiten von einer unvoreingenommenen unterscheiden kann. Obwohl Ägypten Gaza viel hermetischer blockiert und, im Gegensatz zu Israel, KEINERLEI humanitäre Hilfe für seine "notleidenden" Glaubensbrüder durchlässt - jeder, der sich der "Bearbeitung" durch die Systemmedien entzieht und selbst recherchiert hat weiss, wie prall gefüllt die Läden und Märkte in Gaza sind , und dass der sorgfältig  gehegte Mythos einer "humanitären Katastrophe" eine gezielte Täuschung der Öffentlichkeit ist - macht Erdogan ausschliesslich Israel für die Situation verantwortlich. Eine Rüge Ägyptens, oder auch der verfeindeten Fatah bringt er nicht über die Lippen.
Und  jeder Links-Chaot und pathologischer Gutmensch sollte zumindest einmal darüber nachdenken, wieso sich über die Belange der Palästinenser immer nur diejenigen so lautstark Sorgen machen, die relativ weit von ihnen entfernt sind und nie mit ihnen zu tun gehabt haben. Und wieso gehen ihre unmittelbaren arabischen Nachbarn  - von wegen Mitgefühl - mit so hoher Brutalität gegen sie vor, wie etwa Jordanien und Ägypten. Vielleicht ist es dieser Nimbus von Terror und Unruhestiftung, der ihnen seit der Gründung der PLO, dem Vorreiter des internationalen Terrors, anhaftet. Wie dem auch sei, sollten die Gutmenschen jedenfalls auch die arabischen Länder kritisieren, möchten sie halbwegs glaubwürdig klingen.

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