Montag, 11. Januar 2010

Erdogan: Israel Hauptgefahr fuer den Frieden



Laut dem tuerkischen Premier Rejep Erdogan, ist Israel mit seiner “ueberproportionalen Reaktion auf palaestinensische Angriffe die Hauptgefahr fuer Frienden und Stabilitaet in der Region und der Welt. Israel sestze in Gaza “Massenvernichtungswaffen”, verletze libanesischen Luftraum und libanesische Territorialgewaesser. Israels Regierung solle moeglichst bald klar stellen, ob sie nach Frieden strebt. Diese Erklaerungen gabe er bei einer Pressekonferenz im Anschluss an das Treffen mti seinem libanesiscdhen Amtskollegen Saad Hariri. Erdogan rief die Staatengemeinschaft ferner dazu auf, auf Israen in der Frage von Nukleartechnologien den selben Druck wie auf Iran auszuueben. Den Genozid der Armenier sowie die Niederschlagung kurdischer Autonomiebestrebungen im eigenen Hinterhof haelt Erdogan nicht fuer erwaehnenswert.
Wenn man die diplomatischen Bewegungen in der Region der letzten Wochen beobachtet, dann kristallisiert sich die Achse Teheran-Damaskus-Ankara-Beirut heraus. Dabei tut sich der tuerkische Premier mit israelfeindlichen Ausfeaellen bei jeder sich bietenden Gelegenheit besonders hervor. Es bleibt leider nicht bei der Rhetorik, wenn man bedenkt, dass Israels “Verbuendeter” mit dem Iran ein Abkommen ueber die geheimdienstliche Zusammenarbeit unterzeichnet hatte. Darin sichert die Tuerkei die Weitergabe militaerischer Aufklaerungsdaten an den Iran im Falle einer Konfrontaion mit Israel. Rein formell stellt das eine Kriegsbeteiligung auf der Seite des Feindes dar. Hoffentlich macht sich, die israelische Fuehrung keine Illusionen darueber, dass ein solcher Verbuendeter viel gefaehrlicher ist, dass ein erklaerter Feind. Israels Vize-Aussenminister Dani Ajalon bestellte den tuerkischen Botschafter in Israel Ahmet Ogus Tschalikul fuer “Erlaeuterungen” ein. Dabei ging es u. a. um die Haeufung antisemitischer Filme und Seriale im tuerkischen Fernsehen, hoffentlich aber nicht nur darum.

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