Mittwoch, 13. Januar 2010

Netanyahu stärkt Ajalon den Rücken


Am frühen Mittwoch hat Benjamin Netanyahu die Position des israelischen Aussenministeriums in seiner Türkei-Politik unterstützt. Er erklärte, dass eine Abkühlung in den israelisch-türkischen Beziehungen bereits vor zwei Jahren und lange vor der Operation gegossenes Blei eingesetzt hatte. Vielmehr sind die antisemitischen Tendenzen in der türkischen Politik Ausdruck eines viel tieferen Wandels in der Türkei selbst und haben mit Israel nichts zu tun. Es gibt drei starke nichtarabische Länder im Nahen Osten: Israel sucht nach wie vor die Integration in den Westen, Iran, der vor der islamischen Revolution pro-westlich orientiert war, ist heute der Anführer und Hauptsponsor des radikalen Islam, die Türkei hat die Richtung Ihrer Aussenpolitik in den letzten zwei Jahren geändert und die AKP Erdogans betreibt konsequent die Integration des Landes in die islamische Welt, nachdem Europa die Tür für den EU-Beitritt der Türkei mit einer heuchlerischen Formel der "ergebnisoffenen Verhandlungen" de fakto zugemach hatte. Mit Israel und seiner Politk gegenüber den Terrorvereinigungen in seiner Nachbarschaft hat das alles nichts zu tun. Die Annäherung der Türkei an den Iran sei "besorgniserregend", so Netanyahu. Der Eklat Erdogans gegenüber dem israelischen Präsidenten Peres in Davos war ein Paradebeispiel undiplomatischen Verhaltens - alles andere ist sekundär. 

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