Donnerstag, 28. Januar 2010

Was alles am Holocaust-Gedenktag noch geschah


Der gestrige Holocaust-Gedenktag wird in die Geschichte eingehen als derjenige Tag, an dem der greise Präsident Shimon Peres als dritter israelischer Staatspräsident aber zum ersten mal auf Hebräisch eine mahnende Rede vor dem deutschen Parlament hielt, zeitgleich mit Benjamin Netanjahu der in der Auschwitz-Birkenau-Gedenkstätte sprach. Es war aber auch der Tag, an dem:
die gegenwärtige Lokomotive des tollwütigen Judenhasses, das Regime in Teheran ein baldiges "Verschwinden" Israels predigte;
Mahmud Abbas den russischen Präsidenten Medwedew traf, bestimmt nicht um seine Anteilnahme zum Holocaust zu äussern - der Herr Doktor Mahmud Abbas promovierte an der Moskauer Patrice-Lumumba-Universität über „Die Kontakte zwischen Zionismus und Nazismus 1933–1945” unter "wissenschaftlicher Leitung" des KGB-Chefs Jewgeni Primakow;
die zur Gedenkveranstaltung angereiste israelische Parlamentsdelegation am Eingang ihres Hotels im polnischen Krakau auf ausgehängte Plakate mit den Fotos von Ehud Barak und Zipi Livni und dem Untertitel "Verbrecher gesucht" stiess - die "Fahnder" haben sogar eine Belohnung für die Informationen zu deren Verbleib ausgeschrieben;
dann - eine für Europa ganz übliche "Kleinigkeit" - ein jüdischer Friedhof in Strassburg geschändet wurde: 18 Grabsteine wurden teils umgeworfen, teils mit dem braunen Graffiti-Spray mit der Nazi-Parole "Juden raus" besrpüht. Die jüdische Gemeinde in Strassburg zählt zu den ältesten in Europa, die erste jüdische Besiedelung fand dort bereits in der Spätantike statt;
und als Schlussakkord traf sich der UNO-Sicherheitsrat zusammen, um gegen die "jüdischen Siedlungen" zu wettern. Dem antisemitschen UNO-Chor, der nichts gegen die arabische Präsenz in Israel hat sich aber ständig  an der jüdischen Präsenz in der "Westbank" kapriziert, pflichteten auch Frankreich und die USA bei. Es ist eine seltsame Farce, dass am selben Tag, an dem an die Verbrechen derjeniger erinnert wird, die Europa "judenfrei" machen wollten die Schreibtisch-Meuchelmörder von heute im mächtigsten UN-Gremium wieder judenfreie Gebiete fordern - diesmal im jüdischen Land.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen