Freitag, 19. Februar 2010

Beides echt: die Paesse der Agenten – und die Blamage der Briten

Wie berichtet, hat das britische Aussenministerium als erstes den faulen Koeder mit den ”gefaelschten Paessen” seiner Buerger geschluckt und den israelischen Botschafter Ron Prosor medienwirksam zur Abgabe von Erklaerungen zitiert. Dort hatte Prosor erklaert, dass er nichts zu erklaeren habe ausser dem, was schon erklaert worden ist. Dieses Verhalten haben die Iren – 3 oder 5 der Aganten hatten irische Paesse - umgehend nachgeahmt und ebenso den israelischen Botschafter einbestellt. Dieses Theater mit dem aufrichtigen Zorn wegen des “Missbrauchs” der eigenen Paesse durch den Mosad – dass Mosad  moeglicherweise damit nichts zu tun haben koennte, kuemmert inzwischen niemenden mehr – ist, wie es sich heute herausstellt, ein Eigentor gewesen. Denn der Polizeipraesident von Dubai Gen. Dahi Halfan at-Tamim hat heute eine Erklaerung abgegeben, die in das Maerchen mit den gefaelschten Paessen nicht passt und Grossbritannien und einige andere Staaten, die sich etwas voreilig geaergert hatten, in eine heikle Lage versetzt. Die Paesse der verdaechtigen Agenten seien eindeutig echt. Was noch heikler ist: laut The Daily Mail sei der britische Geheimdienst MI-6 lange genug im voraus darueber informiert gewesen, dass britische Staatsbuerger am Liquidierungskommando teilnehmen werden. Diese Information sei auch dem Aussenministerium zugespielt worden. Die Polizei des Emirats setzt indes Verhaftungen von fluechtigen HAMAS- und Fath-Mitgliedern, die an der Liquidierung teilgenommen haben sollen, fort. Gleichzeitig bestellten aber auch Frankreich und zuletzt Deutschland die israelischen Botschafter ein.
Nachdem Israel wegen der Liquidierung eines Chef-Terroristen von hoechster britischer Stelle an den Pranger gestellt wurde und Gordon Brown hoechstpersoenlich die Untersuchungen einzuleiten drohte, steht die Fuehrung Grossbritanniens nun selbst bis an die Ohren in den Unreinheiten und Gordon Brown wird sich erstmal mit dem Desaster im eigenen Laden beschaeftign muessen. Noch gestern hatte Brown erklaert, dass man mit allen Mitteln die Untersuchungen durchfuehren und dabei mit der Polizei der VAE eng zusammenarbeiten werde – ueber diese Zusammenarbeit darf er sich nun freuen. Erste britische Richter fordern bereits unabhaengige Untersuchungen zur moeglichen Verwicklung britischer Geheimdienste bei ihrem Anti-Terror-Krieg in Folterungen, und London befuerchtet, von den arabischen Staaten nun der Beteiligung an der Beseitigung des HAMAS-Waffenbeschaffers Mabhuh verdaechtigt zu sein. (Foto: Brown)

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