Samstag, 6. Februar 2010

Gates daempft Hoffnungen

Waehrend sich die EU auf das “Einlenken” des Teheran in Sachen Urananreicherung wie ein Schwarm hungriger Karpfen auf einen fetten faulen Wurm gestuerzt hat, sind die Reaktionen aus Washington weniger eurphorisch. US-Verteidigungsminister Robert Gates hat die Wahrscheinlichkeit des Zustandekommens des Urananreicherungsgeschaefts zwischen Iran und Russland bzw. Frankreich als “aeusserst gering” eingeschaetzt. Diese Erklaerung gab Gates bei seinem Besuch in Ankara ab, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Irans aussenminister Mottaki warf der Sueddeutschen Zeitung zum fressen ein Interview vor, in dem er erklaerte, “an den Erfolg der Verhandlungen” zu glauben, dass jedoch am “Plan” fuer den Uran-Austausch Aenderungen noetig seien.
Waehrend die Sueddeutsche Zeitung sich den frass genuesslich schmecken liess, hat das Gates nicht ausgereicht. Das einzige Angebot, dass bei den 5 staendigen Sicherheitsratsmitgliedern und Deutschland auf Verstaendnis stossen wuerde, ist die umgehende und einmalige Uebergabe der momentan 12.000 kg von niedrig angereichertem Uran zur Weiteranreicherung an ein Drittland. Dem hatte Iran bis jetzt nie zugestimmt und wird das hoechstwahrscheinlich auch nie tun. Am 5 Februar fand eine Telephonkonferenz der “Sechser-Gruppe” bezueglich der moeglichen kuenftigen Iran-Sanktionen.

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