Freitag, 12. Februar 2010

Im Schatten Irans

Waehrend die ganze Welt mit Iran und seinem Atomprogramm beschaeftigt ist stockt Aegypten sein Potential an ballistischen Raketen, vor allem in den letzten 10 Jahren, massiv auf. Das geheimdienstnahe US-Internetportal Jane's defense news veroeffentlichte diese Woche Satellitenaufnahmen, die belegen, dass Aegypten sein in den 60er Jahren auf Eis gelegtes Raketenprogramm wiederaufgenommen hat. Auf den Aufnahmen ist klar erkennbar, dass das alte Raketenkomplex in Jebal Hamsi suedwestlich von Kairo, in dem vor 50 Jahren deutsche Wissenschaftler fortschrittliche Raketensysteme fuer den damaligen Praesidenten Gamal Abdel Nasser entwickelten, um das "Werk" von Adolf Hitler zu vollenden, saniert und in Betrieb genommen wurde. In den 50-60er Jahren war Aegypten so etwas wie der heutige Iran, und Nasser, der die aegyptische Dominanz auf den gesamten Nahen Osten auszudehnen suchte - der damalige Ahmadinedschad, mit den gleichen Visionen des “judenfreien” Nahen Ostens.
Die Aufnahmen, eine davon auf dem Foto, bezeugen dass die Anlage wesentlich erweitert und modernisiert wurde. Dort ist ein neuer Raketenabschussplatz entstanden, der fuer den Abschuss ballistischer Raketen geeignet ist. Ferner sind neue Versuchseinrichtungen fuer Raketentriebwerkstests, Aussichtsplattformen, und Raketentreibstoffbehaelter erkennbar. Vor allem seit 2007 ist die Produktion beschleunigt worden. Das 2 israelische Fernsehen strahlte gestern einen Bericht aus, wonach in Jebal Hamsi Arbeiten zur Weiterentwicklung von SCAD-C-Raketen und nordkoreanischer “Nodong”-Raketen ausgefuehrt werden. Angenommen wird, dass Aegypten, angesichts der Verschaerfung der Iran-Krise, nach direkten Drohungen aus Teheran und der Installation eines iranischen Terrornetzes zur Destabilisierung oder gar zum Sturz des Regimes Husni Mubarak, grosse aber wenige beachtete Anstrengungen unternimmt, um der iranischen Expansion entgegenzuwirken. Im selben Jahr, nach dem die nuklearen Ambitionen Irans immer deutlicher wurden, kuendigte Aegypten an, ein eigenes Atomprogramm zu entwickeln und eigene Atomkraftwerke – mit amerikanischer Hilfe – zu bauen. Ebenso wenig beachtet ist das Raketenprogramm Saudi-Arabiens, das Technologien vorwiegend aus China geliefert bekommt. Nach Einschaetzungen der Experten ist das Raketenarsenal des saudischen Koenigreichs das groesste in der Region. Dem bleibt nur hinzuzufuegen, dass unbeachtet der sehr dynamischen Beziehungen innerhalb der arabisch-islamischen Welt und unbeschadet mancher Friedensvertraege, der juedische Staat immer der erste Kandidat fuer die Anwendung dieser Waffen sein wird. (Photo: eine der Aufnahmen)

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