Freitag, 5. Februar 2010

Syrien spannt Schutzschirm ueber HAMAS und Hisbollah

Israels Aussenminister Avigdor Liberman hatte gestern auf die zunehmende Aggressivitaet syrischer Machthaber, die nicht nur verbaler Natur ist, mit den Worten reagiert, dass Assad seine Macht verlieren werde, sollte Syrien einen Krieg mit Israel provozieren. Darueber hinaus bat er Syrien darum, die Frage der Golanhoehen fuer immer von der Tagesordnung zu nehmen. Mit der Abtretung der Golanhoehen an Syrien waere der gesamte israelische Norden bis Haifa wie auf einem Teller serviert und zum Beschuss freigegeben, was in der Vergangenheit auch mehrmals passierte.
Der syrische Aussenminister Muallem drohte Israel gestern nicht nur mit einem “totalen Krieg”, sondern erklaerte auch, dass sein Land einen militaerischen Schutzschirm ueber den islamistischen Terrorarmeen HAMAS und Hisbollah spanne. M. a. W. wuerde eine eventuelle neue Operation der ZAHAL gegen die Terrorvereine in Gaza oder Libanon bei dem syrischen Schurkenstaat einen “Buendnisfall” ausloesen.
Baschar Assad fuegte hinzu, dass nach der “Rueckgabe” der Golanhoehen zwar ein formeller Friedenvertrag unterzeichnet werden koenne, dass aber ein de fakto-Frieden nur nach der Rueckkehr der 500 000 in seinem Land befindlichen palaestinensischen “Fluechtlinge” moeglich sei, also nur nach einer de fakto-Vernichtung Israels.
Nach der Eskalation der gegenseitigen Drohungen hatte Premier Netanjahu gestern allen Kabinettsmitgliedern einen Maulkorb verpasst, sich mit irgendwelchen Aeusserungen bezueglich Syrien zu melden. Dies erfolgte danach, als die israeische linke Opposition, gefuehrt von Kadima, Liberman scharf angegriffen und unverantwortliches Verhalten vorgeworfen hatte, weil dieser sich etwas unerhoehrtes geleistet habe, naemlich auf die arabischen Drohungen in der selben Schaerfe zu reagieren - ein israelischer Aussenminister darf das nicht. Warum, nebenbei?
Ungeachtet dessen aeusserte sich heute der Oberbefehlshaber des israelischen Militaerbezirks Zentrum Avi Misrachi zu den syrischen Drohungen. “Syrien hat keine Chance im Krieg gegen Israel. Und dort weiss man das auch. Auch ist man sich im Klaren, dass die ZAHAL noetigenfalls bis Damaskus durchmarschieren kann.” Die einzige Bedrohung sind die syrischen Raketen, aber auch damit werde Israel fertig. Im Uebrigen bezeichnete er die Lage an der israelisch-syrischen Grenze dennoch als “stabil” und unterstrich, dass, trotz der kriegerischen Rhetorik einzelner Politiker, beide Seiten keine kriegerische Auseinandersetzung beabsichtigten.

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