Sonntag, 28. März 2010

BBC: das Weisse Haus koennte eine antiisraelische Resolution mittragen

Laut BBC soll ein nicht naeher genannter hochrangiger Vertreter der US-Administration die Moeglichkeit in Betracht gezogen haben, vom traditionellen amerikanischen Veto im UN-Sicherheitsrat keinen Gebrauch zu machen, sollte eine Resolution eingebracht werden, die den Wohnungsbau im Osten Jerusalems verurteilt. Dies soll der hohe Beamte dem Scheich Hamad aus Katar bei ihrem Treffen in Paris gesagt haben. Die BBC erinnert in diesem Zusammenhang, dass George Mitchell letzte Woche in Paris zu Besuch gewesen ist, um ueber den Nahostkonflikt zu beraten.
Das ist ein richtiges Schreckensszenario, weil die UN-Sicherheitsratsresolutionen an sich verbindlich sind und die USA immer die einseitig gegen Israel gerichteten Resolutionen bis jetzt blockiert hatten. Natuerlich werden die Araber stets bemueht sein, die groesstmoegliche Ausbeute aus dem Zwist in den israelisch-amerikanischen Beziehungen zu gewinnen, zumal die USA selbst die Tuer fuer so eine Attacke oeffnen. Am Festhalten des Staates Israel und des juedischen Volkes an Jerusalem wird sich zwar auch dann nichts aendern. Aber rein voelkerrechtlich wuerde Israel sicherlich nach einem derartigen Verrat des engsten Verbuendeten einen schweren Stand haben. Es bleibt nur zu hoffen, dass es sich lediglich um einen Erpressungsversuch mehr handelt. Washington koennte damit aber auch ein Eigentor schiessen, denn nach so einer Wendung werden die USA sicherlich nicht mehr so viel Einfluss auf die Entscheidungsprozesse in Israel und Nahost haben.

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