Samstag, 6. März 2010

Erdogan entdeckt die Juden wieder

Nach der gestrigen Mehrheit im US-Senatsausschuss für die Verurteilung des Völkermordes an den Armeniern im Osmanischen Reich 1915 hat die Türkei ihren Botschafter in den USA "zu Konsultationen" abberufen. Nach Informationen der israelischen Wirtschaftszeitung Globs hatte sich der Botschafter Namik Tan bis zuletzt ausgerechnet bei den jüdischen Organisationen bemüht, ihren Einfluss geltend zu machen, um die Abstimmung im Kongress zur "Genozid-Resolution" in dieser Form zu verhindern. Der türkische Premier Erdogan, der den letzten Gaza-Krieg gegen die HAMAS als "Genozid" bezeichnet, soll sich bei seinem kommenden Besuch in Washington zum selben Zweck mit den Vertretern amerikanisch-jüdischer Organisationen, u.a. AIPAC, treffen. Auf die Vorwürfe des Völkermordes an den Armeniern pflegt die Türkei immer besonders allergisch zu reagieren, was gar nicht nötig wäre, wenn das eine offensichtliche Lüge wäre.

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