Donnerstag, 25. März 2010

Haniya lobt Miliband (erneuert)

Wenn das Ziel des britischen Aussenministeriums es war, die Loyalität Grossbritanniens gegenüber der HAMAS und dem weltweiten Dschihad zu beweisen, dann hat David Miliband mit der Ausweisung eines hochrangigen israelischen Botschaftsmitarbeiters sein Ziel erreicht, evtl sogar über das Ziel hinausgeschossen. Grund ist die laut Miliband erwiesene Beteiligung israelischer Geheimdienste an der Liquidierung des HAMAS-Waffenbeschaffers Mabhuh in Dubai. Die HAMAS begrüsste umgehend die Ausweisung des "zionistischen Diplomaten" aus dem Königreich. Für die HAMAS sei damit die Beteiligung Israels an der Liquidierung Mabhuhs bewiesen. Der Regierungschef Hamastans Ismail Haniya bezeichnete die Ausweisung als einen "weiteren Sieg des Widerstandes" seiner Organisation und forderte erneut die Verhaftung der israelischen Staatsführung. 
Laut Debka ist im Eklat Grossbritanniens gegenüber Israel eindeutig die Spur Washingtons erkennbar: Hussein soll auf die britische Regierung Druck ausgeübt haben, diesen relativ radikalen diplomatischen Schritt gegenüber Israel zu unternehmen, der gemessen an der dünnen Beweislage Londons gegenüber dem Mossad unverhältnismässig ist. Damit soll die Ernsthaftigkeit der Absicht Husseins unterstrichen werden, die Isolation des jüdischen Staates voranzutreiben, der sich die Angriffe auf seine Souveränitätsrechte in der Hauptstadt nicht gefallen lässt.
Indes könnte die Entscheidung Grossbritanneins einen Dominoeffekt auslösen. Laut Debka denkt Frankreich über einen ähnlichen Schritt nach, in der australischen Hauptstadt Canberra sollen israeische Botschaftsangehörige erste Andeutungen erhalten haben, möglicherweise bald ihre Koffer packen zu  müssen. Solange die US-Regierung öffentlich auf Israel und seinen Premier einprügelt und erniedrigt, solange fühlen sich auch alle anderen "Freunde" Israels frei, den jüdischen Staat zu demütigen, wie sie lustig sind, nach dem Motto, man kann ja nicht päpstlicher sein als der Papst. Doch während die US-Regierung schlicht in der Geiselhaft eines Moslems ist, glauben die Eurabier ihre internen Probleme mit den islamischen Parallelgesellschaften auf Kosten Israels lösen zu können. (Foto: Haniya)

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