Dienstag, 16. März 2010

Husseins Feldzug gegen Israel löst Sturm der Entrüstung aus

So langsam scheint man in Israel, aber nicht nur, nach den Anmassungen der Hussein-Gesandten zu Bewusstsein zu kommen. Im folgenden einige beispielhafte Reaktionen auf beiden Seiten des Atlantik:
"Es ist schwer nachzuvollziehen, dass man ein ganzes Wochenende mit den Angriffen auf Israel wegen der Bauvorhaben in seiner Hauptstadt verbringt und meint, dadurch den Friedensprozess voranbringen zu können." (Senator Sam Brownback) Es sei viel mehr an der Zeit, die Entscheidung des Kongresses umzusetzen und die US-Botschaft endlich nach Jerusalem zu verlegen, so Brownback.

"Im Bemühen, unser Land in der arabischen Welt beliebt zu machen, verprellt diese Administration mit einem besorgniserregenden Eifer unsere Freunde und Verbündeten." (Eric Ivan Cantor, Mitglied im US-Repräsentantenhaus)

"Diese Synagoge [Hurva] , die jenseits der sog. "grünen Linie" liegt, ist das Zentrum des jüdischen Viertels, das auch  jenseits der "grünen Linie" liegt, mit dem Blick auf die westliche Mauer [ des Tempels, dt.: Klagemauer], die auch jenseits der "grünen Linie" liegt - ist ein Meilenstein in der Geschichte der Rückkehr des jüdischen Volkes nach Zion." (Parlamentspräsident Reuven Rivlin bei der Feier zur Wiedereröffnung der alten duch Jordanien 1948 zerstörten Hurva-Synagoge)

"Wenn der Präsident der Vereinigten Staaten meint, die politische Landschaft Israels durch die Infragestellung unseres Rechts in Jerusalem zu bauen, auseinanderdividieren zu können, wird die Kadima-Partei kein Partner für diese Politik sein. [...] Wie unglücklich das "Timing" [der Bekanntgabe der Baugenehmigung] auch immer  gewesen sein mag, hatte keine israelische Regierung je zugestimmt, den Bau in Jerusalem einzufrieren." [Ronit Tirosh, MP Kadima]

"Israel hatte immer die heiligen Orte beschützt und den freien Zugang für alle Religionen gewährt. Der Status quo in der Hauptstadt wird unverändert bleiben". (Nir Barkat, Bürgermeister von Jerusalem anlässlich der Wiedereröffnung der Hurva-Synagoge)

"Diese Regierung [Netanjahu] zahlt ständig einen immer höheren Preis, um die Palästinenser zur Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zu bewegen." [Yoel Hasson, MP Kadima]

"Diese israelische Regierung hat den USA das Gefühl gegeben, sie könnten sich grob in unsere inneren Angelegenheiten einmischen und den Bau selbst in Jerusalem stoppen" [Yaakov (Ketzaleh) Katz, MP Ihud Leumi, im Misstrauensantrag gegen die Regierung]

Diese letzte Bemerkung stellt zurecht das wankelmutige, seelenarme Verhalten Netanjahus gegenüber den Anmassungen der US-Regierung heraus. Anstelle den Innenminister demonstrativ einzubestellen, Maulkörbe zu verpassen sowie sich in peinlichen Entschuldigungen zu ergehen hätte Netanjahu schon vor 4 Tagen klarstellen sollen, was verhandelbar ist und was nicht. (Foto: Yaakov Katz)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen