Dienstag, 2. März 2010

IAEO: friedliche Nutzung der Atomenergie im Iran "nicht zu bestätigen"

Der Nachfolger des Ägypters Mohammed el-Baradei im Amt des Generaldirektors der Internationalen Atomenergieorganisation Yukiya Amano aus Japan war sehr um die Wortwahl bemüht, als er am Montag zugab, "den friedlichen Charakter des iranischen Atomprogramms nicht bestätigen zu können". Denn noch vor wenigen Wochen sagte er, dass Iran an einem geheimen Atomwaffenprogramm arbeite, was vehemente Proteste aus Teheran nach sich zog. Reibungen gibt es auch, seitdem die IAEO zusätzliche Überwachungskameras in den Atomanlagen Teherans installieren möchte, was Iran konsequent ablehnt. Die Ankündigung Teherans, mit der Anreicherung der Uranvorräte bis auf 20% zu beginnen, hat im Westen Besorgnis ausgelöst, die aber bislang zu nichts geführt hat. Die im Februar erwarteten Sanktionen wurden nicht einmal diskutiert, geschweige denn beschlossen, aber nichts für ungut, denn gegen die Nuklearbewaffnung eines  diktatorischen bzw. autoritären Regimes nützen sie bekanntlich  - siehe Nordkorea, Pakistan - nichts.
Man muss immer auch folgendes berücksichtigen: wenn der offizielle Iran ankündigt, mit irgendeinem weiteren Schritt in seinem Atomprogramm zu beginnen, bedeutet das, dass der "angekündigte" Prozess bereits läuft, oder gar abgeschlossen ist. Wenn man das - bekannte - Stadium des iranischen Nuklearprogramms mit der Rhetorik der dort machthabenden Faschisten, die Israel verbal bereits begraben haben, in Beziehung setzt, dann kann das nur bedeuten, dass der Iran die Bombe bereits hat, denn es wäre lächerlich, so einen Bluff zu veranstalten. Was den Ajatollahs fehlt, sind die adäquaten "Zustellungsmittel". (Foto: Yukiya Amano)

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