Dienstag, 30. März 2010

Israel: Beileid und Verbitterung

Premierminister Benjamin Netanjahu hat den Verwandten der Todesopfer des gestrigen Anschlages in Moskau sein tiefes Beileid ausgesprochen und den Verletzten die baldestmögliche Genesung gewünscht. Das meldet die Kanzlei des Premierministers. Die Beileidsbekundung ging ebenfalls an die Adresse von Präsident Medwedew und Premier Putin. Dort spricht der israelische Premier von seiner Erschütterung duch die barbarischen Anschläge und bekundet seine Solidarität mit dem russischen Volk im schwierigen Moment. Netanjahu verurteilte den Angriff auf Zivilisten in scharfer Form und unterstrich, dass Israel als Nation, die selbst den Attacken der Terroristen ausgesetzt ist, das Leid und den Schmerz der Russen versteht und teilt. "Wir stehen zusammen mit euch und der gesamten freien Welt im Kampf gegen den Terror, der die gesamte Menschheit bedroht" - so Netanjahu. Früher sprachen Aussenminister Avigdor Lieberman sowie die Vereinigung der israelischen Terroropfer "Almagor" ihr Beileid aus.
Das Mitgefühl mischte sich bei einigen israelischen Knessetabgeordneten gleichzeitig mit der Verbitterung über die Politik Russlands gegenüber den Terroristen. MK Dr. Michael Ben Ari [Ihud Leumi] sagte in diesem Zusammenhang: "Derjenige, der die Delegation der HAMAS im Kreml feierlich empfängt, kann sich nicht über den Terror beklagen, weil er es damit als legitimes Mittel der Problemlösung anerkannt hat". Weiter rief Ben Ari Juden in der Diaspora zur schnelleren Rückkehr nach Erez Israel auf: "Heute haben wir einen weiteren Beweis dafür, dass es keinen vor Terror sicheren Ort auf der Welt gibt, und Moskau hat in dieser Hinsicht keinen Vorteil gegenüber Jerusalem. Am Vorabend des Pessach-Festes - des Festes der Freiheit und des Sieges, das uns an die G-ttliche Vorsehung sowie daran erinnert, welche Wunder der Allmächtige in dieser Welt zur Rettung des jüdischen Volkes zu vollbringen bereit ist - ist es der richtige Zeitpunkt, die Wahl zugunsten Israels zu treffen und sich mit dem Grossteil des jüdischen Volkes in Erez Israel zu vereinen" - so Ben Ari an die Juden Russlands und der Diaspora. (Foto: Lawrow , Maschal)

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