Sonntag, 28. März 2010

Mahmud Abbas an die arabische Liga: keine Verhandlungen

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat die von der arabischen Liga angeregten "indirekten Verhandlungen" abgelehnt. Der Generalsekretär der Liga Amr Moussa erklärte, die arabischen Staaten sollten sich auf das endgültige Scheitern des Friedensprozesses im Nahen Osten einstellen. Was Moussa nicht über die Lippen brachte, ist die Angst der Araber, sich vor allem auf die Existenz  der iranischen Atombombe einstellen zu müssen. Um es sich mit der etwaigen künftigen Atommacht Iran nicht zu verderben, sprach Moussa dann lieber von der "nuklearen Bedrohung durch Israel". Der türkische Gast Erdogan liess sich auch diesmal die Chance nicht entgehen, auf Israel einzuschlagen und  nannte die Wohnprojekte in der Hauptstadt "wahnsinnig". Laut Debka soll Abbas das Treffen, dem mindestens 8 Mitgliedsstaaten - vermutlich wegen des gestörten Verhältnisses zum Gastgeber - fern geblieben sind, vorzeitig verlassen haben. Grund sei die Weigerung Gaddafis gewesen, ihn bei seiner Ankunft am Flughafen persönlich zu empfangen. (Foto: Abbas)

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