Dienstag, 9. März 2010

Mitchell: Der Weg ist das Ziel

Unter Vermittlung des US-Senators und Sondergesandten Husseins im Nahen Osten George Mitchell haben Israel und die Palästinenser der Aufnahme indirekter Verhandlungen zugestimmt. Dass Abbas nun "verhandeln" wird, geht nicht auf seine eigene Erleuchtung zurück, sondern auf den Vorschlag der arabischen Liga, die ihm zunächst indirekte Verhandlungen "höflich nahegelegt" hat. Sie sollen vier Monate dauern, danach soll es direkte Kontakte geben. Die Meldung wurde zeitgleich mit der Ankunft von Husseins Vize Biden in Israel herausgegeben, ein reiner Zufall.
"Indirekt" soll hier heissen, dass Mitchell zwischen Ramallah und Jerusalem pendeln und die Seiten einander näher bringen soll. "Wir haben bereits mit der Diskussion über die Struktur der Verhandlungen begonnen. Ich komme nächste Woche zurück, um die Diskussion fortzusetzen ", sagte Mitchell und schaffte es dabei vor allem, seine ernste Miene zu behalten. Und nachdem sowohl Abbas als auch Netanjahu seiner Charme, der Überzeugungskraft seiner Argumente und der Anziehungskraft seiner Visionen, die er den Streitenden jeweils unter vier Augen offenbaren wird, endgültig erlegen sein werden, werden sich diese an den Verhandlungstisch setzen und Frieden schliessen. Wenn nichts dazwischen kommt. (Foto: Mitchell)

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