Sonntag, 7. März 2010

Erdogans Religionsstunde

Ganze zwei Wochen gab es keine antiisraelischen Ausfälle vom türkischen Premierminister Erdogan. Genau deshalb musste es diesmal schon etwas ganz besonderes, exotisches  sein. Der von seiner antisemitischen Tollwut voellig verblendete tuerkische Premier hat im Interview an die saudische Zeitung “al-Batan” gesagt, dass das Grab der juedischen Patriarche Abraham, Isaak und Jakob in Hebron “niemals zum juedischen Nationalerbe” gehoeren werde, sondern “nur zum islamischen.” Das gleiche gelte fuer den Tempelberg. Selbst sein Holocaust leugnende Mitstreiter Ahmadinedschad hatte bislang keine derartigen Einfälle.

Die al-Aqsa-Moschee wurde im 7. Jahrhundert im Zuge der Expansion des Islam an der Stelle errichtet, an der sich der Zweite Juedische Tempel befand, der im Zuge des juedischen Unabhängigkeitskrieges und nach der Zerschalgung letzter jüdischer Aufstände durch die Roemer im Jahr 70 zerstoert wurde. Seine Ueberreste sind unter dem Areal des Tempelbergs immer noch erhalten, trotz der staendigen Bestrebungen des “Waqf”, alles unter dem Tempelberg zu vernichten, was von der juedischen Praesenz zeugen koennte.
Dieser “Geschichtsunterricht” Erdogans kam als Reaktion auf die Entscheidung der israelischen Regierung, die heiligen Staedten des Juedentums, das Grab der Patriarchen und das Rachelgrab, in das nationale Programm zur Pflege des historischen Erbes aufzunehmen. Abgesehen vom ganzen Unsinn der Ausfaelle Erdogans fragt man sich auch, inwiefern solche Angriffe der “palaestinensischen Sache” dienlich sind, die Erdogan so am Herzen liegt.

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