Samstag, 6. März 2010

US-Hussein im Dienst Erdogans

Der "aufrichtige Zorn" der Türkei und die Abberufung des Botschafters nach Ankara haben anscheinend ausgereicht, um die Obama-Administration zur Einmischung in den eigenen Gesetzgebungsprozess zu zwingen. Der im auswärtigen Ausschuss des US-Kongresses gebilligte Resolutionsentwurf, der den Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich 1915/16 verurteilt, hätte bald dem Kongress zur Abstimmung vorgelegt werden müssen. Die Türkei, ein wichtiger NATO-"Verbündeter", erging sich daraufhin in Drohungen. Um den Streit zu entschärfen hatte der Friedensnobelpreisträger Hussein dem Kongress intern mit dem aufschiebenden Veto gedroht und den Türken versichert, alles in seiner Macht stehende zu tun, um die Verurteilung des Mordes an schätzungsweise 1,5 Millionen Armeniern zu verhindern. Nun meldet die "Washington Post", dass der Resolutionsentwurf nach dem "Gespräch" Husseins mit den führenden Kongressabgeordneten nun doch nicht ins Plenum kommen wird. (Foto: Hussein, Erdogan)

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