Sonntag, 11. April 2010

Ahmadinedschad ruft Bürger zum Verlassen der Hauptstadt auf

Was sich als eine Kriegsvorbereitende Massnahme anhört hat in Wirklichkeit mit der geographischen Lage Teherans zu tun. Ausserdem braucht die Führung in Teheran keinen Angriff auf ihre Zivilbevölkerung seitens Israel oder den USA zu befürchten, das weiss sie auch. Das ist der Unterschied zur Führung in Israel. Die überbevölkerte Hauptstadt Irans liegt auf der Schnittstelle von gleich mehreren tektonischen Erdplatten, was eine erhöhte seismische Aktivität und somit Erdbebengefahr mit sich bringt. Im Falle eines starken Erdbebens wird die unverhältnismässige Bevölkerungsdichte die evtl. Opferzahl nach dem Beben um ein Vielfaches steigen lassen. Mindestens 5 der insg. 13,8 Mio. Einwohner Teherans sollten nach den Vorstellungen der teheraner Regierung die Hauptstadt verlassen, damit diese im Katastrophenfalle regierbar sei. Der Umzug in entlegene Provinzen werde vom Staat grosszügig mit Subventionen und Dahrlehen zum günstigen Zins gefördert, ebenso wie der Landkauf in den Provinzen. Die Frage der Verlegung der Hauptstadt wird im Iran immer wieder diskutiert.

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