Mittwoch, 21. April 2010

Assad rennt zu Mubarak

Nach uebereinstimmenden Berichten in der arabsichen Presse ist der syrische Praesident Assad in ungewohnter Eile nach Aegypten gereist, um mit Aegyptens Staatschef Husni Mubarak zu sprechen. Waehrend des zweiten Libanonkriegs hatte Assad mehreren arabischen Regimen “Verrat” vorgeworfen und sie als “Untermenschen” beschimpft, als diese sich weigerten, die Agression der Hisbollah - die Entfuehrung israleischer Grenzsoldaten und den anschliessenden Raketenbeschuss Nordisraels – zu unterstuetzen, darunter Saudi-Arabien und Aegypten. Waehrend es in der Zwischenzeit zu einer gewissen Anhaeherung zwischen Syrien und den Saudis gekommen ist, blieben die Beziehungn Syriens zu Aegypten biszuletzt aeusserst kalt. Das jetzige Treffen ist das erste nach dem Krieg.
Man nimmt an, dass Assad versuchen wird, Mubarak davon zu ueberzeugen, dass die Meldungen ueber angebliche Scud-Lieferungen an die libanesische Hisbollah falsch seien. Damaskus wirft Israel vor, “das irakische Szenario” auszuspielen: der Vorwand, Saddam Hussein besitze Massenvernichtungswaffen, diente als Rechtfertigung fuer den Irakkrieg der Bush-Administraiton. Assad meint nun, die Berichte seien frei erfunden und eine gezielte Desinformation Israels, um unter diesem Vorwand Syrien anzugreifen. Der kleine grosse Unterschied zu Saddam liegt jedoch darin, dass er ja die Existenz der ABC-Waffen stets bestritt, die Hisbollah jedoch den Erhalt von Scuds selbst eingestanden hat.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen