Samstag, 17. April 2010

"Atomgipfel" in Teheran gegen den "einzigen atomaren Verbrecher"

In Teheran ist der Atomgipfel der "Blockfreien" eröffnet worden. Das was dort geschieht, könnte man als eine PR-Veranstaltung zur Umkehrung der Beweislast bezeichnen, die den rein "friedlichen Charakter" des iranischen Programms herausstellen und allen anderen de-facto Atommächten agressive Absichten unterstellen soll. Das erklärte Ziel sei das vollständige Verbot von Atomwaffen in der ganzen Welt. Zur Eröffnung verlas der Berater des "Führers" Ajatollah Ali Hamenei, Ali Akbar Velajati, dessen Botschaft. Darin werden die USA aufgrund des Einsatzes über Hiroschima und Nagasaki als der "einzige atomare Verbrecher" bezeichnet und die Entwaffnung ihres "zionistischen Hauptverbündeten" gefordert. Der iranische Präsident gab noch eins drauf und forderte den Ausschluss der USA aus der IAEO, die Schaffung einer neuen, "unabhängigen Atomaufsichtsbehörde", die die Nichtweiterverbreitung überwachen soll, sowie die Abschaffung des antidemokratischen Veto-Rechts der fünf ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat. Die US-Armee beschuldigte er der Verwendung von Atomabfällen bei ihrer Kriegsführung im Irak. 
An der "internationalen Gegenkonferenz" nahmen Vertreter von zehn Staaten, darunter die Erzfreunde Syrien und Irak, Venesuela, der neue im Club, die Türkei. Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldet zudem , dass sämtliche UN-Veto-Mächte ihre Delegierten entsandt hätten, ganz offiziell sind Russland und China vertreten.

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