Samstag, 24. April 2010

Ein weiterer iranischer Atomphysiker ersucht um Asyl

Der stellv. israelische Entwicklungsminister und MK von der regierenden Likud-Partei Ayoob Kara hat heute im Rahmen der Kulturveranstalung "Schabbat Tarbut" in Ramat Gan eine Erklärung gemacht, die weit über den thematischen Rahmen der Veranstaltung hinausgehen dürfte: ein iranischer Atomwissenschaftler, der sich gegewärtig "in einem [mit Israel] befreundeten Staat" aufhalte, ersucht Israel um Asyl. Das Ersuchen übergab er seiner israelischen Freundin, einer persischen Jüdin, die es an Kara weiterleitete. Den Namen des Wissenschaftlers nannte Kara nicht. Seinen Beschreibungen konnte man entnehmen, dass sich der Flüchtige in einem der arabischen Länder aufhält, dann hat er es mit "befreundet" aber gehörig übertrieben: "Arabische Staaten sind nicht apatisch, sie sind sich bewusst, dass sie sich im iranischen Fadenkreuz befinden, ebenso, wie Israel. Es besteht kein Zweifel daran, dass arabische Staaten Teil einer jeden gegen das iranische Atomwaffenprogramm gerichteten Aktion sein werden, sollte es dazu kommen ", sagte Kara und fügte hinzu, dass man jeden unterstützen müsse, der beim Widerstand gegen das isranische Atomprogramm behilflich sein könnte. Die Flucht iranischer Atomwissenschaftler und Staatsdiener ist nichts neues, erst kürzlich wurde über die Flucht des Atomphysikers Haram Amiri über Saudi-Arabien in die USA berichtet, wir schrieben auch über den "Seitenwechsel" des norwegischen Konsuls der islamischen Republik. Obwohl Kara grundsätzlich recht hat, muss sicherhgestellt werden, dass der Ersuchende tatsächlich ein Regimegegner und politischer Flüchtling ist, und kein Spion des regierenden Regimes.

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