Freitag, 16. April 2010

Israelischer Presserat zum Fall Blau

Der israelische Presserat hat sich in Person seiner Vorsitzenden, ehemaligen obersten Richterin Dalia Durner zum Spionage-Fall Blau zu Wort gemeldet. Durner hat die israelischen Rechtsschutzorgane dazu aufgerufen, Blau bei seiner Rueckkehr nach Israel nicht zu verhaften. Insgesamt distanzierte sie sich aber vom Verhalten des Linksfaschisten, der immer noch tausende gestohlene Geheimakten des zentralen Generalstabs nicht herausruecken will, entweder aus denselben ideologischen Gruenden – d. h. um dem Staat zu Schaden, als Selbstzweck – oder um sie als Verhandlungsmasse zu benutzen und seiner Verhaftung zu entgehen. Sie rief ihn dazu auf, die “Beute” zurueckzugeben und mit der Ermittlung zusammenzuarbeiten. Blau haelt sich weiter in London versteckt. Eine Verhaftung Blaus wuerde Israel in den Augen der Weltoeffentlichkeit als einen Staat erscheinen lassen, der die Meinungs- und Pressefreiheit beschraenke, so Durner .
Bereits in der 5 Klasse lernt man aber im Ethik-Unterricht, dass die Freiheit eines Einzelnen dort ihre Grenzen findet, wo sie die Freiheit anderer zu gefaehrden beginnt. Wenn man durch Diebstahl und Spionage das Leben anderer Staatsbeurger leichtfertig oder gar, wie in diesem Fall, gezielt in Gefahr bringt, und daruber in den Medien protzt, ist das keine Inanspruchnahme demokratischer Freiheiten, sondern ein Verbrechen. Genau deshalb, weil Blau sich dessen bewusst ist, bevorzugt er es weiterhin, seine Heimat aus sicherer Entfernung zu lieben.

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