Dienstag, 6. April 2010

Keine zweite Amtszeit fuer Aschkenasi

Laut Kol Israel wird der gegenwaertige Generalstabschef der israelischen Streitkraefte Gen.-Leutn.Gabi Aschkenasi nach Ablauf seiner Amtszeit fristgerecht im Februar 2011 entlassen. Ueber die Nachfolge sei noch keine Entscheidung getroffen. Sein Vorgesetzter Ehud Barak lobte seine Verdienste im Amt und versprach, in den naechsten Monaten einen Nachfolger zu benennen.

So richtig moechte man aber dem Bericht ueber die Entlassung eines erfahrenen, erfolgreichen und international, auch im US-Militaer, hoechst respektierten Generals zumal in der heutigen Situation multipler Bedrohungen Israels, nicht glauben. Die Tatsache, dass Aschkenasi zu dem Zeitpunkt öffentlich weggelobt wird, wo er noch ein knappes Jahr im Amt vor sich hat, haben Beobachter und Vertraute im Umfeld des Generals als Demütigung bewertet. Baraks Beamte sahen sich gezwungen, ihre Vorgehensweise zu rechtfertigen und stritten jegliche Absicht, Aschkenasi zu brüskieren vehement ab. Es ist dennoch ein offenes Geheimnis, dass das Verhältnis der beiden als "kompliziert" gilt. Das fing bereits mit der Besetzung des stellv. Generalstabschefs an, als Aschkenasi den Nordbezirksoberbefehlshaber  Gen.Maj. Gadi Eisenkoth und Barak den Oberbefehlshaber des Bezirks Süd Gen.Maj. Yoav Galant befürwortete. Aschkenasis Stellvertreter wurde nun als "Kompromisslösung" am Ende Gen.Maj. Beni Ganz. Ganz und Galant werden gegenwärtig als Hauptanwärter für den Posten des "Soldaten Nr. 1" gehandelt. Welchen tieferen Sinn es überhaupt hat, in der jetzigen Situation Israels den Generalstab mit medial ausgetragenen peinlichen Personaldiskussionen und -intrigen zu belasten, muss wiederum Barak erklären. (Foto: Gen. Aschkenasi)

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