Samstag, 17. April 2010

Meridor über die Folgen der atomaren Bewaffnung Irans

Dan Meridor, der für die Arbeit der Geheimdienste zuständige Minister im israelischen Kabinett und Vertreter Israels auf der Atomsicherheitskonferenz in Washington, hat heute sein erstes Interview nach seiner Rückkehr aus Washington gegeben. Im zweiten Kanal des israelischen Fernsehens erklärte er, dass eine Atommacht Iran nicht nur, und nicht in erster Linie eine Gefahr für Israel sei, sondern für alle regionalen und Weltmächte: "Sollte Iran in Besitz von Atomwaffen kommen, wären 70 Jahre amerikansicher Anstrengungen zur Zurückhaltung der Araber von der Entwicklung der eigenen Atombombe für die Katz, weil die Araber dann verstehen werden, dass Amerika sie nicht mehr vor Iran schützen kann." Das wäre das endgültige Aus für den Atomwaffensperrvertrag und der Beginn eines neuen besipliellosen Rüstungswettlaufs in der explosivsten Region der Welt. Zweitens werden sämtliche Terrororganisationen auf der Welt den atomaren Iran als Hauptsponsor und Schutzpatron betrachten. Deshalb gäbe es eine internationale Koalition, die sich bewusst sei, dass ein nuklearisierter Iran unzulässig sei, ihr mangele es jedoch an Einheit und Entschlossenheit, so Meridor. (Foto: Meridor)

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