Donnerstag, 22. April 2010

Mitchell kehrt unerwartet zurueck

Husseins Nahostgesandter George Mitchell kehrt in die Region zur Fortsetzung seiner "Vermittlungsbemuehungen" zurueck, das meldet Kol Israel. Seinen kurzfristig anberaumten Besuch verbindet man mit angeblichen Erfolgen, die Husseins Gesandte der zweiten Garnitur, unter ihnen der Nahostberater Dan Schapira, in geheimen Gespraechen mit der Netanjahu-Regierung erzielt haben sollen. Nach dem nicht mehr zu verbergenden diplomatischen Desaster zwischen Israel und den USA, der Funkstille nach dem erniedrigenden Empfang Netanjahus im Weissen Haus Ende Maerz, dem Aufruhr unter den israelfreundlichen Organisationen und Lobbygruppen der USA – der Vorsitzende des Juedischen Weltkongresses Lauder hatte vor einigen Tagen bekanntlich in einem offenen Brief Husseins diplomatische Hetze gegen Israel bei gleichzeitiger Beschwichtigung islamistischer Regime und Terrorgruppen scharf kritisiert – hat Hussein unter Ausschluss der Oeffentlichkeit seine Berater zur Wiederaufnahme des diplomatischen Kontakts geschickt, aber weniger zwischen Israel und Palaestinensern, sondern wohl eher zwischen Israel und den USA.
Da Mitchell seine Mission aufgrund fehlender Erfolgsaussichten erstmal auf Eis gelegt hatte, wundern sich israelische Beobachter, was Mitchell wieder in den Nahen Osten treibt. Denn Netanjahu hat laut Wall Street Journal heute wiederholt als Antowrt auf die Forderungen Husseins erklaert, dass man zu Zugestaendnissen bereit sei – Verbrecher-Freilassungen, Lockerung der Gaza-Blockade, Raeumung von Check Points in Judaea und Samaria, zusaetzliche Befugnisse fuer die PA in den Gebieten mit gemischter Verwaltung – der Bau in Jerusalem aber wie bisher fortgesetzt wird. Diesbezuegliche Anmassungen Husseins nannte er “inakzeptabel”. De facto ist Netanjahu an der gesamten Front eingebrochen, ausser Jerusalem.

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