Freitag, 28. Mai 2010

Eurovision in Oslo: Israel, ein Land ohne Karte

In Oslo sind schon viel schlimmere Dinge für Israel passiert, insofern sind das natürlich Peanuts, aber trotzdem unangenehm. Laut Arutz 7 wurde vor der Vorführung des israelischen Sängers Arel Skat bei der zweiten Vorauswahlrunde für die Teilnahme an der – vor langer Zeit prestigeträchtigen – musikalischen Veranstaltung „Eurovision“ das Hologramm der Landkarte Israels, im Unterschied zu allen anderen teilnehmenden Staaten, nicht angezeigt. Das israelische Aussenministerium wandte sich darauf hin an die Veranstalter mit der Bitte um Erklärungen und forderte, während des Auftritts des israelischen Teilnehmers in der Finale am Samstagabend die Karte wie es sich gehört zu zeigen.
Eigentlich konzentrieren sich die Veranstalter und Jurymitglieder auf den Gesang, bzw. heute viel mehr auf „die künstlerische Gesamtdarbietung“, also auch die Perversität der Kostüme, Anzüglichkeit der Tänze und die Mengen an nackter Haut. Das hat zwar mit Musik nichts zu tun, aber immer noch etwas mit der „Darstellung“. Das können sie auch im Falle Israels ruhig tun, aber nein, hier wollen sie unbedingt auch ihre politischen Ressentiments gegen den Judenstaat zum Ausdruck bringen. Die Karte Israels ist für sie natürlich eine heikle Sache, sie können diese nicht so malen, dass sie allen gefällt. Aber in Oslo will man lieber den Moslems gefallen, als den Juden, deshalb zeigt man lieber gar nichts. Und in Oslo hat man mit der Karte Israels ja schon seit 1993 Schwierigkeiten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen