Samstag, 1. Mai 2010

Iran: Israel "Beine ausreissen"

Vor dem Hintergrund der Überlegungen der USA, der iranischen Delegation Einreisevisa in die USA für die Teilnahme am kurz bevorstehenden UNO-Atomgipfel zu verweigern, hat der iranische Aussenminister Manutschehr Mottaki den USA vorgeworfen, die UNO in der "Geiselhaft" zu halten. Die Visa-Verweigerung für die iranischen Vertreter, angeführt vom Präsidenten Ahmadinedschad, könnte ein Vorgeschmack auf die möglichen Iran-Sanktionen sein, in denen auch Einreisebeschränkungen für die Vertreter des iranischen Staates diskutiert werden.
Zeitgleich äusserte sich ein anderer Aussenminister, diesmal der syrische, Valid Muallem zu den Vorwürfen der USA, die syrische Staatsführung habe der Hisbollah ballistische Raketen u. a. die modernisierten Scud, übergeben und zwei Brigaden der Iran-treuen Terrorarmee Südlibanons daran ausgebildet. Für eine etwaige künftige Eskalation zwischen Libanon, Syrien und Israel machte US-Aussenministerin Clinton den syrischen Präsidenten Assad persönlich verantwortlich. In der syrischen Staatszeitung SANA warf Muallem der US-Führung vor, nach der "Pfeife der Zionisten" zu tanzen und warnte vor "tragischen Fehlern". Wer die Sicherheit im Nahen Osten gefährde, seien die USA, die Israel mit modernen Waffen belieferten.
Gestern hatte der iranische Vize-Präsident Mohammad Reza Rahimi beim Treffen mit den Häuptlingen der HAMAS und des islamischen Dschihad in Damaskus gebrüllt, dass man Israel "die Beine ausreissen" werde, sollte er Syrien oder den Libanon angreifen. Iran stehe mit dem syrischen und libanesischen Volk zusammen bei jeder Konfrontation mit den Zionisten, sei es auf diplomatischer oder militärische Ebene. Aus Israel gab es auf das Gebell naturgemäss keine Reaktionen (Foto: Ahmadinedschd, Rahimi).

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