Dienstag, 4. Mai 2010

Italien verkauft Israel zur Imageverbesserung

Das italienische Aussenministerium hat an die israelischen Kollegen ausrichten lassen, dass Italien auf internationalen Foren nicht mehr bedingungslos hinter Israel stehen werde, wie es bis heute der Fall gewesen ist. Das meldet die Tageszeitung Maariv unter Berufung auf diplomatische Quellen.
Grund fuer die Entscheidung sei die Politik Israels in allen Fragen, die mit Jerusalem zu tun haben. Italien fuehle sich mit seiner proisraelischen Haltung in der EU zunehmend isoliert, was das Gewicht des italienischen Wortes in der EU schmaelert. “Jedes mal, wenn wir eine proisraelische Initiative starten, sind die Tschechische Republik und Polen die einzigen, die uns unterstuetzen. Staaten, die ein groesseres Gewicht innerhalb der EU haben, blockieren unsere israelfreundlichen Bestrebungen”, zitiert die Zeitung einen italienischen Diplomaten, der verstaendlicherweise anonym bleiben moechte. Hinzu kommt natuerlich auch, dass freundliche Beziehungen zu Israel Italien seine guten Beziehungen mit der islamischen Welt kosten.
Wohl gemerkt: Italien laesst Israel fallen nicht, weil es seine Belange selbst fuer falsch haelt, sondern um damit mehr Anerkeunnung und Gewicht in der EU zu erlangen. Und mit dem, was "bis heute der Fall gewesen ist", stimmt es auch nicht ganz, was aber eh keine Rolle mehr spielt. Ganz bestimmt kommt heute-morgen auch ein pflichtgemaesses Dementi, dass es solche Botschaften gar nicht gegeben hätte, oder dass man missverstanden worden sei, das gehört immer dazu. Die Deutschen wissen auch - aus völlig anderen Zusammenhängen - dass die Italiener immer wackelige Bündnispartner waren. Wie dumm muss man darüber hinaus sein, um zwei grössere Mitgliedsstaaten Polen und Tschechien mit so einer Einstufung zu brüskieren. Und noch etwas: dass die leidige jüdische Bautätigkeit in der israelischen Hauptstadt das Potential dazu hat, bestimmte Länder, die nicht nach der deutsch-französischen Pfeife tanzen, in der EU zu isolieren, verdeutlicht, wie krank Eurabien mittlerweile ist. In allen Bereichen selbst bis an die Ohren in Unreinheiten - wirtschaftlich, kulturell, politisch, militärisch - ist die friedliche Bautätigkeit für jüdische Familien in Jerusalem das, was die zwanghaften Antisemiten von der abgefrorenen und korrupten EU-Spitze vom ganzen Weltgeschehen kümmert.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen