Freitag, 7. Mai 2010

Livni wirft Netanjahu die Abkehr vom Zionismus vor

Zipi Livni möchte offensichtlich nicht, dass man vergisst, dass es sie gibt und dass sie, darüber hinaus, die Kadima-Vorsitzende und Oppositionsführerin im israelischen Parlament ist. Deshalb musste irgend ein markanter Spruch her: "Zwischen dem, was Netanjahu tut und dem zionistischen Traum gibt es nichts gemeinsames", sagte Livni im Interview an die ha'Aretz. In diesem Versuch, Netanjahu rechts zu überholen, hat sie nicht näher erläutert, wie ihre Verwirklichung des Traums aussehen soll, aus der kein Albtraum werden könnte. Die innerlich zwischen dem Mofas- und Livni-Lager zerrissene, in der Opposition dahingammelnde einstige One-Agenda-Partei Ariel Scharons, deren Gründer nach der Vernichtung von Gush Katif im Koma liegt und der zweite Vorsitzende Olmert viel zu viel angenommen hat, ohne zu teilen, und sich deshalb auf den Knast vorbereitet, will endlich in die Regierung. Laut Livni habe Netanjahu sich die Loyalität der Orthodoxen gekauft, in dem er ihr abgeschottetes Bildungssystem toleriere. Sie forderte Subventionskürzungen für diejenigen Religionsschulen, die den Anforderungen des Bildungsministeriums nicht nachkommen wollen, sowie die Einbeziehung des orthodoxen Sektors in den Armeedienst und Arbeitsmarkt. Sie rief "die beiden groessten zionistischen Parteien - Likud und Kadima - dazu auf, ihre Kräfte zu vereinigen, um eine Friedenslösung mit den Palästinensern zu erreichen und soziale Reformen durchzusetzen" (Foto: Livni)

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