Mittwoch, 12. Mai 2010

Vereinigung der Freunde und Förderer der HAMAS: EU, Türkei, Russland

Auf der gemeinsamen Pressekonferenz erklaerten der russische Praesident Medwedew und sein tuerkischer Amtskollege Guel, dass die Einbeziehung der HAMAS ein integraler Bestandteil der Verhandlungen sein muss. Paradoxerweise verändert dies aus israelischer Perspektive in Bezug auf die Erfolgsaussichten der Gespräche rein gar nichts: wenn sich die Terrorvereine HAMAS und Fath einigen, fuehrt das zu einer Verhaertung der palaestinensichen Position, die dann noch realitaetsferner wird; wenn nicht, weiss niemand, wer das “palaestinensische Volk” in seiner Mehrheit schlussendlich vertritt. Auch von da her gesehen sind die von Hussein aufgezwungenen Gespraeche eine peinliche und widersinnige Farce. Vor allem dürfte sich Washington ärgern: HAMAS hat jetzt einen "international" anerkannten Anspruch auf ein Mitspracherecht, ohne sie geht jetzt nichts. Moskau hat Hussein ein kleines Beinchen gestellt. Aber demjenigen, der so wie so kriecht, macht das nichts aus.
Es ist also voellig gleich, ob die palaestinensichen Terrorvereine zusammen oder getrennt keinen Staat und keinen Frieden wollen. Aber eine solche Aufwertung der Terroristen ist allgemein alles andere als zielfuehrend. Das israelische Aussenministerium hat die Forderung der neuen ungebetenen Friedenstreiber - in Nahost leider gleich Kriegstreiber - in der heutigen Pressemitteilung in scharfer Form zurueckgewiesen: “Es ist für zivilisierte Staaten unzulässig, unter den Terroristen gute [mit denen man redet] und schlechte [gegen die man Krieg führt] auszumachen, ausgehend von den geographischen Gegebenheiten. Terroristen bleiben Terroristen, gleich ob es sich um Tschetschenen handelt, die Russland  terrorisieren, oder Palästinenser, die Israel terrorisieren. Zwischen Chaled Maschal und Schamil Basaev gibt es keinen Unterschied. Israel hat Russland immer im Kampf gegen den tschetschenischen Terror unterstützt, und den gleichen Zugang erwarten wir auch von Russland in Bezug auf die HAMAS."

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