Dienstag, 22. Juni 2010

Aktueller Stand der Flottillenepidemie

Der iranische rote Halbmond hat heute erklaert, dass das Schiff mit der "humanitaeren Fracht" fuer Gaza diesen Sonntag ablegen werde. Das Schiff soll nach Angaben aus Teheran 1100 t an humanitären Gütern nach Gaza bringen. Im laufenden Monat hat der Iran zweimal die Entsendung seiner Schiffe nach Gaza angekuendigt und dann vertagt.
Die Regierung in Beirut hat die Bitte der UNO in Person des Generalksekretärs Ban Ki Moon zurückgewiesen, die Entscheidung über die Entsendung der Flottille nach Gaza zu überdenken. Nach der de facto Abschaffung der Blockade Hamastans entfällt die Notwendigkeit von Flottillen, weil die [mehr als] ausreichende Versorgung Gazas auf dem Landweg sichergestellt ist - für diejenigen die sich für Gaza interessieren war sie das auch - und deren Betreiber keinen anderen Zweck haben, als die Lage weiter eskallieren zu lassen. Die Sicht ist inzwischen auch in die breiten Kreise der USA und der EU durchgedrungen, das "Quartett" mit dem Stardirigenten Tony Blair und das US-Verteidigungsministerium erkennen die Notwendigkeit der Seeblockade an. Israel hatte zuvor schon die UNO in Kenntnis gesetzt, dass aufgrund berechtigter Sorge vor einem Terrorangriff Israel sich vorbehält, die Schiffe zu stoppen. Neben den 50 bis 70 Frauen, die die Besatzung der Schiffe bilden sollen - in der Absicht, der Welt ein Spektakel namens "muslimische Freiheitskämpferinnen gegen israelische Kommandos" vorzuführen - werden auch Hisbollahterroristen vermutet. In seiner Botschaft an die UNO hat Israel auch aus den Videos der Friedensbeweger zitiert, wonach etliche von ihnen Schahid [Märtyrer] werden möchten. Das Aussenministerium in Beirut verteidigte jedoch die Entsendung der Schiffe "Julia" und "Miriam", man verfüge über keine rechtliche Handhabe, den Schiffen die Fahrt zu verwehren. Um die Resolution 1701 zu umgehen, sollen sie erstmal nach Zypern - man rate: in den griechischen oder türkisch beschlagnahmten Teil? - fahren, von dort zurück nach Gaza. (Foto: Aktivisten der Marmara wenige Stunden vor Friedenseinsatz)

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