Donnerstag, 24. Juni 2010

Debka: "ominoese Wolken" ueber dem Mittelmeer

Debka berichtet von wachsenden Spannungen angesichts der Absicht der libanesischen Islamisten und des Teheran ihre Jihadflottillen nach Gaza zu schicken. Israel hat den Ton heute nochmals verschaerft und klar gemacht, dass die Schiffe diesmal von Anfang an als "feindliche Schiffe" betrachtet werden, und alle notwendigen Mittel eingesetzt wuerden, um sie zu stoppen. Den Sicherheitsrat hat Israel schon letzte Woche alamiert, wie wir berichteten. Die Verletzung der israelischen Souveraenitaet durch Libanon waere daruerbhinaus ein Verstoss gegen die den Waffenstillstand von 2006 regelnde UN-Resolution 1701. Um den Verstoss auszuhebeln, wollen die Organisatoren dieser gefaehrlichen Veranstaltung einen Umweg ueber Zypern - auch andere Haefen kaemen in Frage, etwa auf Malta, in der Tuerkei oder in Nordzypern - machen.
Der libanesische Premier Saad Hariri balanciert derweil zwischen seinen lautstarken Sympathiebekundungen fuer die Blockadebrecher und geheimgehaltenen Versuchen, die Eskalation zumindest aufzuschieben. Er fuehrte und fuehrt private Gespraeche mit dem Praesidenten Zyperns Demetris Christofias, Erdogan, dem griechischen Staatsoberhaupt George Papandreou und dem maltesischen Premier Lawrence Gonzi in denen er seinen Amtskollegen empfiehlt, den Schiffen das Andocken, die Betankung etc. zu verweigern, um deren Weiterfahrt nach Gaza zu verhindern. Er begruendete seine Bitten mit der Angst, diese Provokation koennte endgueltig einen Krieg anzetteln. Der libanesische Verkehrsminister Ghazi Aridi hat dennoch am 23. Juni den Organisatoren die Erlaubnis erteilt, den libanesischen Hafen in Tripoli in Richtung Zypern zu verlassen. Hariri  gestand ein, dass das Ablegen der pro-Hamas-Schiffe aus seinen Haefen die UN-Resolution verletze, sei aber nicht in der Lage, die Flottillen aufzuhalten, weil hinter ihnen "maechtige Elemente" stuenden. Welche das sind, sagte er nicht, doch meinte sicherlich die Hisballah und Syrien, sowie den Erfinder dieser neuen Jihadform Erdogan und seinen Freund in Teheran. 
Hisballah spuckt derweil mit Kriegsdrohungen um sich: "Wir werden nicht tatenlos zusehen, sollte Israel die Gaza-Schiffe angreifen. Etwaige von Israel gefangengenommene [Aktivisten] werden als Kriegsgefangene betrachtet, die freigelassen werden muessen." Daraus ist klar ersichtlich mit welcher Absicht diese Flottillen loslegen. Der Oberbefehlshaber des israelischen Militaerbezirks Nord Gadi Eisenkot sagte darauf: "Die libanesische Seite stoesst Drohungen gegen Israel aus, und wir stellen sicher, dass diesen Drohungen in angemessener Form begegnet wird." Israel erwartet feindliche Schiffe sowohl  - das oder die iranischen - aus dem Suezkanal als auch aus dem Libanon.
Im Unterschied zur letzten Flottille haben Israels Geheimdienste diesmal schon im voraus detaillierte Informationen ueber die Betreiber veroeffentlicht, die die Verlinkung der Organisatoren mit den hoechsten staatlichen Strukturen in Syrien und Iran belegen (vgl Debka). Bei seinem Besuch in Washington hat Israels Verteidigungsminister Barak seine Besorgnis ueber die Unfaehigkeit der libanesischen Regierung geaeussert, auf die Taetigkeit der Hisballah Einfluss zu nehmen. Dies koenne die ganze Lage in der Region schnell aus dem Gleichgewicht bringen. Das US-Aussenministerium und Verteidigungsministerium, sowie das Quartett und selbst - in verwaesserter Form - die UNO haben vor weiteren Flottillen gewarnt.

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