Dienstag, 22. Juni 2010

Debka: US-israelisch-deutsche Flottille im Golf angekommen, neueste Entwicklungen

Das Nachrichtenportal Debka meldet, dass die Flottille aus 12 Schiffen - 10 US-Kriegsschiffe mit der USS Truman an der Spitze, ein israelischer Raketenträger [nicht identifiziert] und die deutsche Fregatte Hessen F221 - die am 18. Juni, wie wir berichteten, den Suez passierte  - den Persischen Golf erreicht hat. Die Beteiligung eines deutschen Kriegsschiffes ist erst heute bekannt geworden. Vom 6. bis 10. Juni beteiligte sich die USS Truman in 50 Seemeilenentfernung von der israelischen Küste an der damals geheimen US-israelischen Übung "Juniper Stallion 2010" zur Abwehr von Raketen aus dem Iran, Syrien und dem Hisbollah-Libanon gegen die Ziele der USA und Israels im Nahen Osten. Amerikanische F/A-18E/F Super Hornet Bomber der USS Truman flogen Angriffe auf simulierte Ziele, die die israelische Luftwaffe auf der Luftwaffenbasis Nevatim in der Negev aufgebaut hatte. Ausserdem haben US-F16-Flugzeuge von ihren Stützpunkten in Deutschalnd und Rumänien die israelischen Luftwaffenstützpunkte angeflogen und gemeinsam mit den israelischen Militärjets u. a. Luftgefechte über dem Roten Meer geübt. US-Präsident Hussein hat den Befehl gegeben, US-Raketenabwehrbatterien in den Staaten des Nahen Ostens ab der zweiten Juniwoche in höchste Alarmbereitschaft zu versetzen, inklusive der Raketenschutzschilde der Kriegsschiffe der 5. US-Flotte im Golf und der 6. US-Mittelmeerflotte. Israels gestaffelte Raketenabwehr "Arrow" [hebr.: Hetz] ist ebenso in Alarmbereitschaft. Die Übung wurde kurzfristig vorgeschoben, nachdem die US-Geheimdienste erfuhren, dass Syrien unmittelbar an der Grenze zu Südlibanon modifizierte ballistische Scuds für die Hisballah bereitgestellt hatte, sowie, dass die Achse Iran-Syrien-Hisballah ihr operatives Arsenal an Mittelstreckenraketen inzwischen nahezu verdoppelt hat. Erst vor acht Monaten wurde die grösste US-israelische Raketenabwehrübung in der Geschichte, Juniper Cobra 2010, absolviert. 
Koplementär zu dieser Entwicklung hat der US-Verteidigungsminister auch eine andere Tonart angeschlagen: am 18 Juni berichtete er vor dem US-Senat, dass der Iran in der Lage sei, hunderte ["scores or hundreds"] Mittelstreckenraketen auf Europa in Salven abzufeuern - "und nicht eine oder zwei". Vor dem Fernsehsender Fox sagte Gates später: "Ich denke nicht, dass wir bereit sind, über die Abschreckung  des nuklearen Iran auch nur zu sprechen. Ich denke, unsere Sicht ist es nach wie vor, dass wir die Idee eines nuklear bewaffneten Iran selbst nicht akzeptieren." Auf Anfrage bezüglich des militärischen Eingreifens fügte er hinzu, dass alle Optionen auf dem Tisch lägen, "obwohl noch etwas Zeit bleibt, am Problem zu arbeiten."
Auch der Hintergrund des iranischen Rückziehers aufgrund "fehlender internationaler Zusammenarbeit", Schiffe nach Gaza zu schicken, ist etwas klarer geworden: wie Arutz 7 meldet, ist das nicht nur  im Zusammenhang mit der Durchfahrt der US-israelisch-deutschen Flottille durch den Suez zu sehen, sondern auch mit der Weigerung Ägyptens, die Schiffe durchzulassen. Wie wir berichteten, hatte die israelische Regierung zuvor Kairo darum gebeten und eine Absage bekommen, die 180° Wendung kam erst aufgrund eindringlicher Aufrufe aus Washington. Nach der neuen Runde der symbolischen Iran-Sanktionen der UNO und wohl auch angesichts der beschriebenen Entwicklungen hat Brasilien die Zusammenarbeit mit dem Iran im Nuklearbereich zurückgefahren. Den selben Hintergrund hat auch die Tatsache, dass Erdogan's Rhetorik gegenüber Israel deutlich nachgelassen hat - er widmet sich gegewärtig mehr der Abschlachtung von Kurden im eigenen Land und im Nordirak.

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