Dienstag, 22. Juni 2010

Erdogan "ertraenkt Kurden im Blut", USA gewaehren "baldige Hilfe", Israel muss zusehen

Der US-Botschafter in Ankara James Jeffrey hat erklaert, dass sein Land den Kampf des tuerkischen Staates gegen "kurdische Separatisten" unterstuetze. Amerika sei bereit, Ankara schnell zu helfen. "Wir sind bereit, jede Eilanfrage der tuerkischen Regierung anzunehmen und bei der Bekaempfung der kurdischen Arbeitspartei PKK zu helfen. Die USA und die Tuerkei betrachten die PKK als gemeinsamen Feind und terroristische Bedrohung. Wir unterstuetzen aktiv die Anstrengungen unserer tuerkischen Verbuendeten, die auf die Liquidierung dieser terroristischen Bedrohung gerichtet sind." Er versicherte, dass die USA auch weiterhin alle notwendigen Geheimdienstdaten zur Lage der kurdischen Stuetzpunkte im Nordirak an die Tuerkei liefern werden.
Wie wir berichteten wurden nach Angaben der AP in den letzten Monaten rund 140 Kurden im Nordirak ermordet, darunter ein 15-jaehriges Maedchen. diese Opferangaben der AP dürften auch wieder veraltet sein. Die Kurden uebten heute mit einem Anschlag auf einen Bus mit den tuerkischen Soldaten in Istanbul Vergeltung. Fünf tuerkische Soldaten wurden getoetet, 12 weitere verletzt. Erdogan macht sich derweil auf den Weg, Kurden, Zitat, "im Blut zu ertraeken". 
Nach dem Giftgasangriff von Saddam Hussein 1988 auf die kurdische Stadt Halabdscha haben die USA nach dem zweiten Golfkrieg 1990 eine Schutzzone fuer Kurden im Nordirak eingerichtet und die Autonomie durchgesetzt. Der kurdische Nordirak ist eine der sichersten und relativ ruhigsten Regionen im Irak, die Kurden erwiesen sich stets als treue Verbuendete der USA, auch bei ihrem letzten Irak-Feldzug. Die jetzige US-Regierung laesst nicht nur Erdogan in einem formell souveraenen Staat gewaehren, sondern hilft beim offen angekuendigten Voelkermord. Das zwangsislamisierte 40 Millionenvolk ist das groesste ohne einen eigenen Staat. Die bitterste Wahrheit, - die Tuerken spaehen kurdische Stellungen auch mit Hilfe der in Israel erworbenen Drohnen aus. Israel kann sich in seiner eigenen strategischen Lage nicht seine Verbuendete aussuchen, sondern aus dem auswaehlen, was da ist, soviel ist klar. Doch die Aufkuendigung der Allianz mit dem Feind haette viel frueher stattfinden muessen. Israel hat sich mit der Tuerkei fuer einen staerkeren, aber falschen Verbuendeten entschieden. Das gilt gleichermassan auch fuer die USA, aber fuer sie ist dieses Ueberbleibsel des Kalten Krieges weniger problematisch.

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