Mittwoch, 23. Juni 2010

Erdogan schadet türkischen Interessen in Israel

Der in Israel tätige türkische Baukonzern Yılmazlar Construction Group erwägt eine Klage gegen den türkischen Premierminiter Erdogan wegen des wirtschaftlichen Schadens am Geschäft des Konzerns infolge der hetzerischen Auftritte Erdogans gegen Israel und der Anheizung der Spannungen in den Beziehungen der beiden Länder. Der klagende türkische Konzern macht Erdogans Politik für das Scheitern von Verträgen im Volumen von 100 Mio. $ mit den israelischen Auftraggebern verantwortlich. Ein israelisches Gericht hat letzte Woche das Vermögen der Firma in der örtlichen Bank in Höhe von 2,6 Mio. $ eingefroren, um vorzubeugen, dass der Konzern im gegenwärtigen politischen Klima Israel verlässt, ohne Schulden bzw. Darlehen zurückzuzahlen. "Der Grund dafür ist ausschliesslich die Politik unseres Premierministers - sagte der Konzernchef Ahmet Reiz Yilmaz - er trägt die Verantwortung für sein Land und er ist nicht berechtigt, unverantwortliche Erklärungen abzugeben." Der türkische Baukonzern hat während seiner 16-jährigen Tätigkeit in Israel Projekte im Gesamtvolumen von ca. 1. Milliarde $ realisiert. Damit schliesst sich der türkische Grossindustrielle dem Widerstand im eigenen Land an, es rumort auch in den Militärkreisen und in der türkischen Diplomatie, die Erdogan Neoosmanische Ambitionen vorwerfen und seinen einseitigen Anschluss an die arabisch-islamische Welt für verantwortungslos halten.

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