Mittwoch, 2. Juni 2010

Hussein vermittelt zwischen Netanjahu und Erdogan

In die Vermittlungen zwischen Israel und der Türkei hat sich US-Präsident Hussein eingeschaltet. Es soll laut CNN mehrstündige Telephonate mit den beiden Regierungschefs geführt haben. Netanjahu forderte er auf, alle am Lynchversuch israelischer Armeeangehörigen festgehaltenen beteiligten türkischen "Friedensaktivisten" samt deren Schiffen unverzüglich freizulassen. Erdogan rief er dazu auf, sich mit der Kriegsrhetorik zurückzuhalten. Die US-Administration hat sich indes geweigert, die Verantwortung am Geschehnis allein Israel zuzuschieben und möchte weitere Untersuchungsergebnisse abwarten, was harsche Reaktionen aus Ankara nach sich zog. Laut letzten Agenturmeldungen hat Israel inzwischen damit begonnen, sämtliche ausländischen "Friedensaktivisten" abzuschieben, unabhängig von deren Einbindung in die gewaltsamen Übergriffe auf die Küstenwache.
Die Lage zwischen Israel und der Türkei ist seit der Abfangaktion Israels vom 31 Mai äussert angespannt. Israelische Medien berichten, dass die Familien des Botschaftspersonals in der Türkei nach Israel evakuiert werden mussten, sämtliche israelische Fluggesellschaften haben ihre Flüge in die Türkei bis auf weiteres abgesagt, Touristen, die bereits Flüge gebucht hatten, sollen laut Weisung des israelischen Verkehrsministeriums von den Reiseveranstaltern Entschädigungen im vollen Umfang erhalten, letztere bieten alternative Routen an, etwa nach Griechenland oder auch in der heimischen Touristenmetropole Eilat. Laut Debka befinden sich Israel und die Türkei am Rande eines bewaffneten Konflikts.

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