Donnerstag, 3. Juni 2010

Kurden lehnen sich gegen die Türkei auf

Die Bewegung "Freies Kurdistan" hat eine Presseerklärung erlassen, wonach sie einen motorisierten Konvoi sowie eine Flottille plane, die das besetzte Kurdistan erreichen sollen. "Wir wollen die türkische Abriegelung durchbrechen und die internationale Sensibilität für die gefängnisähnliche Abriegelung Kurdistans steigern. Wir hoffen damit auf die internaionale Gemeinschaft Druck auszuüben, ihre Sanktionspolitik zu überdenken und ihre Unterstützung der andauernden brutalen türkischen Okkupation [der Kurdengebiete] zu beenden." Die Erklärung wurde u. a. durch Arutz 7 veröffentlicht.
Wir erinnern daran, dass, ohne eine vergleichbare Medienresonanz, Mitte Mai der Marinestützpunkt der Türkei in Iskenderun mit Raketen angegriffen wurde. Arutz 7 berichtete von 7 getöteten türkischen Soldaten, doch es gibt keine  weiteren gesicherten Angaben zum Zwischenfall. Paradoxerweise ist Erdogan mehr mit der Flottille und der Jihaddistenbande auf Mava Marmara beschäftigt, als mit diesem viel bedeutenderen Zwischenfall, jedenfalls nach aussen hin. Für den Angriff wird die kurdische Befreiungsarmee verantwortlich gemacht. Dieser war vermutlich eine Reaktion auf das vorausgegangene schwere und verlustreiche Bombardement kurdischer Positionen im Osten der Türkei durch die türkische Luftwaffe, das jedenfalls keine Beachtung in den eurabischen Systemmedien fand, die sich scheinbar viel besser als Sprachrohr des türkischen Premiers gefallen.

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