Montag, 28. Juni 2010

Meir Dagan: eine Ära geht zu Ende

Der Mosad-Chef Meir Dagan gilt als eine der maechtigsten Personen in Nahost, in Israel geschaetzt, vom Feind gefuerchtet. Selbst in der arabischen Presse war die Einstellung zum israelischen Geheimdienstchef von Ehrfurcht gepraegt. (vgl. http://heute-in-israel.blogspot.com/2010/01/das-loblied-agyptens-mossad.html). Nicht zuletzt aufgrund des Mosad unter Mier Dagan ist das iranische Atomwaffenprogramm nicht so weit, wie die Mullahs es gerne haetten.
Von Dagan sagt man, er habe dem israelischen Auslandsgeheimdienst zu frueherem Ruhm verholfen, nach einer Serie von Pannen, misslungenen Operationen und verhafteten Mosadagenten. Von Ariel Sharon berufen befehligt der stille und wortkarge Ex-Militaer seit 2002 die Auslandsaufklaerung zum Schutz Israels, seine Dienstzeit wurde von Olmert zweimal und durch Netanjahu zu Beginn dessen Amtszeit nochmals verlaengert.
Fuer die israelischen Medien ist der geplante Ruecktritt Dagans natuerlich ein gefundenes Fressen fuer Spekulationen. Seinen angeblichen Antrag auf eine nochmalige Dienstzeitverlaengerung, der von Netanjahu abgelehnt worden sein soll, bezeichnete er heute als "mediale Phantasien". 2011 soll auch ein zweiter wichtiger Pfeiler in Israels Sicherheitsapparat, Gen-Leutn. Gabi Ashkenazi abgeloest werden, auch dessen Dienstzeitverlaengerung gilt als unwahrscheinlich, wie wir berichteten. In Israel stellt man zurecht Fragen, ob in der gegenwaertigen Situation die Auswechslung der obersten Fuehrungsriege im israelischen Sicherheitsapparat verantwortbar ist.

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