Montag, 28. Juni 2010

Tuerkei sperrt Luftraum fuer israelische Flugzeuge (erneuert)

Arutz 7 berichtet unter Berufung auf tuerkische Nachrichtenagenturen, dass der tuerkische Premier Erdogan persoenlich die Schliessung des Luftwraums fuer Flugzeuge aus Israel verfuegt habe. Diese Entscheidung hat er den Journalisten waehrend des G20-Gipfels mitgeteilt. Am Vortag musste bereits ein Passagierflugzeug der ZAHAL mit israelischen Aremeeangehoerigen und Absolventen, die auf einer Bildungsreise nach Polen zu den Holocaustgedenkstaetten waren, auf eine Alternativroute ausweichen, weil die tuerkische Luftraumueberwachung die Erlaubnis zum Durchflug verweigert hatte. Die Luftraumsperre fuer die israelischen Armeeflugzeuge war aber bis dahin nichts neues, als Teil der tuerkischen "Sanktionen" gegen den ehemaligen Verbuendeten. Bei seiner letzten Entscheidung macht aber Erdogan keine Unterschiede zwischen der militaerischen und zivilen israelischen Luftfahrt. Die israelischen Diplomaten sind derzeit damit beschaeftigt, herauszufinden: auf welche Flugzeuge genau sich das Verbot erstreckt. Wir halten aber den erwaehnten Vorfall mit der zivilen Maschine der ZAHAL fuer aussagekraeftig genug, um zu verstehen, wohin die Reise geht. Laut israelischen Medienberichten hat Israel, das selbst keinen ausreichenden Luftraum fuer Trainingsfluege hat, inzwischen mit Rumaenien die Vereinbarung ueber die ZAHAL-Trainingsfluege getroffen, die bis dato im tuerkischen Luftraum stattfanden.

In diesem Zusammenhang muessen wir auch von der Entscheidung der Aegyptischen Flugsicherung vor 1,5 Wochen berichten, einem israelischen Passagierflugzeug beim Anflug auf den Flughafen Eilat den Eintritt in den aegyptischen Luftraum zu verweigern. Nach dem Camp David Friedensvertrag ist es Israelischen Flugzeigen erlaubt, bei unguenstigen Wetterbedingungen - vor allem bei Sandsturm -  den Luftraum ueber Sinai zu "streifen". Diese Entscheidung setzt israelische Zivilflugzeuge einer enormen Gefahr aus.

Die neue Show, die Erdogan von der G20 Buehne abzieht, bringt Arutz 7 weniger mit der israelischen Abfangaktion gegen den tuerkischen Jihadfrachter Mava Marmara in Verbindung, sondern viel mehr mit dem abgestimmten Vorgehen mit der US-Administration. Arutz 7 wurden inoffizielle Informationen zugespielt, wonach die Hussein-Administration die unter Clinton und Bush geltende Vereinbarung, wonach israelische Flugzeuge auf den US-Basen in Nahost zur Betankung zwischenlanden duerfen, sollte Israel durch einen benachbarrten Staat angegriffen werden, ausgesetzt hat. Dies sei darauf gerichtet, einen israelischen Alleingang ohne die "US-Erlaubnis", wie es 1981 beim Anflug auf den irakischen Atomreaktor Osirak der Fall war, auszuschliessen.

Soeben hat Arutz 7, unter Berufung auf einen tuerkischen offiziellen gegenueber AP, gemeldet, dass sich die Luftraumsperre nur auf militaerische Flugzeuge bezieht. Das ist aber dann nichts neues. Anscheinend konnte Erdogan seinen emotionalen Durchfall einmal wieder nicht zurueckhalten.

1 Kommentar:

  1. schalom .jetzt hat die türkei endgültig den westen verlassen und
    sich den arabischen staaten zugewandt
    schalom karl

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