Dienstag, 1. Juni 2010

Türkei geniesst die Opferrolle und droht indirekt mit Krieg

Der türkische Aussenminister Davutoglu hat sich mit der Reaktion Washingtons auf die gestrige Operation der ZAHAL gegen den Konvoi mit "Friedensaktivisten" der HAMAS-treuen Free Gaza- Bewegung, die Beileid äussert und Untersuchungen fordert, unzufrieden gezeigt. "Wir erwarten von den USA die volle Unterstützung", so Davutoglu laut CNN, der die Hussein-Administration vor seinem Treffen mit der Amtskollegin Clinton dazu aufrief, die Operation zu verurteilen, ihre Solidarität mit den Familien der Opfer zu bekunden und Druck auf Israel auszuüben, um eine unverzügliche Befreiung und Rückkehr der verhafteten Türken zu erwirken. Er fügte hinzu, dass "wir [die Türken] wissen, was wir mit ihnen [Israel] zu tun haben." Nichts sei so wie früher, so sein Vorgesetzter Erdogan in völlig vermessener und heuchlerischer Anspielung auf den 11. September in den USA, in den Beziehungen zwischen Israel und der Türkei. Er forderte eine unverzügliche Freilassung der auf Mavi Marmara festgenommenen Türken, die unter Terrorverdacht stehen, und Entschädigungszahlungen.

Die israelische Zoll- und Grenzpolizei sowie Sicherheitsdienste führen derweil Vernehmungen mit den festgenommenen Provokateuren der Flottille. Laut Kol Israel ist die Mehrheit der 700 HAMAS-Sympathisanten an Bord der türksichen "Mavi Marmara" Aktivisten der propalästinensischen und jihaddistischen "Wohltätigkeits-" und "Menschenrechtsorganisationen" aus verschiedenen Ländern, die trotz offener Feindseligkeit nicht unmittelbar an den Übergriffen auf die israelischen Marineangehörigen beteiligt waren. Dies lässt sich jedoch nicht über die eigentlichen Angreifer sagen: einige dutzend besonders gewaltbereiter "Friedensbeweger" waren offensichtlich bestens auf den Zusammenstoss mit der israelischen Küstenwache vorbereitet, sie trugen schussichere Westen, Gasmasken [offensichtlich in der Befürchtung des Einsatzes von Tränengas oder Wasserwerfern], waren mit schweren Eisenknüppeln, Messern und sonstigen kalten Waffen verschiedenster Art bewaffnet. Wie sich im Laufe der Ermittlungen herausgestellt hat, besteht der "harte Kern" der Friedenstruppe aus gut ausgebildeten Söldnern, die von den Organisatoren der Provokation, hinter der die türkische Regierung erklärtermassen steht, speziell für diese "humanitäre Mission" angeworben wurden und deren eingentliches Ziel die Tötung möglichst vieler israelischer Soldaten gewesen ist.
Viele von den verwundeten Soldaten, immer noch in den Krankenbetten der umliegenden israelischen Krankenhauser liegend, ebenso wie die verletzten "Friedensaktivisten" gaben heute Interviews an die sie belagernden Journalisten der israleischen und internationalen Presse. Dort machten sie immer wieder klar, dass sie von ihren Dienstwaffen Gebrauch machen mussten, um dem sicheren Tod durch den lynchenden Türken-Mob zu entkommen - auf jeden herabgestiegenen Kommandosoldaten stürzten sich umgehend 4 bis 5 bewaffnete Banditen mit Eisenknüppeln, wie man in den Videos, die der ZAHAL-Pressedienst gestern freigegebn hatte, unschwer erkennen kann. Die Soldaten, die mit einer solchen Entwicklung nicht gerechnet hatten - hier stellt man in Israel bereits unangenehme Fragen an die Geheim- und Aufklärungsdienste - betonen, dass, obwohl sie sich erst an Bord umorientieren mussten, trotzdem sorgfältig darauf achteten, dass keine an den Lynchübergriffen Unbeteiligten zu Schaden kommen.
Der Rechtsberater der Regierung Iehuda Weinstein erklärte in der Sitzung des israelischen Sicherheitskabinetts, dass es keine rechtlichen Bedenken gegen das weitere Festhalten dieser Personen bestehen, da gegen sie wegen des Verdachts auf Terrorismus ermittelt wird. Was die restlichen HAMAS-Rechtler anbelangt, sollen sie demnächst freigelassen und des Landes verwiesen werden, wie 48 Türken, die bereits in die Türkei geflogen wurden. Die Fracht, die dem humanitären Zweck entspricht, wird inspiziert und über die herkömlichen Grenzübergänge in den Gazastreifen geliefert. Wie Kol Israel meldet, wurde vom israelischen Aussenministerium mit dem jordanischen Konsul in Israel die Vereinbarung getroffen, dass die in Aschdod verhafteten Jihaddisten aus arabischen Ländern freigelassen und schnellstens nach Jordanien abgeschoben werden. Am Mittag befanden sich laut dem Radiosender 124 Personen mit jordanischen, mauritanischen, marokkanischen, syrischen und kuweitischen Pässen in der israelischen U-Haft des Gefängnisses Beer-Scheva, sie sollen demnächst mit Bussen nach Jordanien gebracht werden.
Erst kürzlich ist dem 2 israelischen Fernsehkanal bekannt geworden, dass im Laufe der Durchsuchungen auf einem der Schiffe Bargeld in Höhe von mehr als 1. Mio. Euro entdeckt wurde, die für die Spitze der HAMAS bestimmt waren. Bei der Durchsuchung erwarten die Zollbeamten weitere "Überraschungen". (Foto: Erdogan; Waffen der "Friedensbeweger", die beim Angriff auf die Israelis genutzt wurden)

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