Sonntag, 20. Juni 2010

US-israelische Flottille passiert Suez; Barak fliegt nach Washington

Am Samstag meldete die londoner Zeitung al Quds al arabi, dass am 18. Juni 12 Kriegsschiffe, 11 amerikanische und ein israelisches, den Suez-Kanal in Richtung des Roten Meeres passiert hätten. Beobachter berichteten, dass die gesamte Schifffahrt im Kanal für mehrere Stunden unterbrochen wurde, um der Flottille der US-Marine freie Fahrt zu gewähren, auf dem Deck seien FLugzeuge und Panzer gesichtet worden. Im Zeitungsartikel wurden ferner örtliche ägyptische Inspektoren mit den Worten zitiert, dass seit vielen Jahen keine derart beträchtliche Kriegsflotte im Suez-Kanal beobachtet wurde. Die Durchfahrt wurde von zahlreichen Agenten des ägyptischen Sicherheitsdienstes entlang des Kanals beobachtet. 
Dieselbe Informationen veröffentlicht auch Debka unter Berufung auf ihre Militärquellen. Angeführt wird die Flotte durch den Flugzeugträger USS Harry Truman mit 60 Flugzeugen und 6000 Mann Besatzung an Bord. In dieser Zusammensetzung passiere die Flotte den Suez-Kanal zum ersten mal. Im ägyptischen Parlament äusserten vor allem oppositionelle Abgeordnete Sorge über einen möglicherweise bevorstehenden Beginn der Kriegshandlungen im Iran. Wie wir zuvor meldeten, hatte die USS Truman vor einigen Tagen im Mittelmeer angehalten, dies geschah vor dem HIntergrund der türkischen und iranischen Drohungen, weitere Schiffe unter Umgehung israelischer Kontrollen nach Gaza zu schicken. Doch seit dem frühen Freitag befindet sie sich wieder auf ihrem ursprünglichen Kurs in den Persischen Golf.
Dem Bericht der ha'Aretz zufolge fliegt der israelische Verteidigugnsminister Barak noch diesen Sonntag nach Washington. Der Besuch sei nicht geplant gewesen und wurde sehr kurzfristig mit den amerikanischen Behörden abgestimmt. Seine Kanzlei hat erklärt, dass das Ziel des Besuchs die Klärung der israelischen Position bezüglich der sich vermehrenden "Freiheitsflottillen" und der iranischen Bedrohung sei. Auf der Tagesordnung seien Treffen mit allen massgeblichen Akteuren, darunter mit dem UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der US-Aussenministerin Clinton, dem Pentagonchef Robert Gates, dem Generalstabschef Mullen.

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