Mittwoch, 16. Juni 2010

Was tun mit Hamastan?

Seit einer Woche gibt es in den israelischen Medien Berichte ueber die Absicht der Regierung, sich von Gaza vollstaendig zu trennen. Laut Kol Israel hat  Premier Netanjahu den Verkehrsminister Katz beauftragt, die logistische Umsetzung der vollstaendigen Abkoppelung vom Gazastreifen zu pruefen. Und in der Tat, warum muss Israel verantwortlich fuer die Versorgung der feindlichen Geschwuer in seinem Ruecken sein und als "Gegenleistung" die Qassams in seinen Kibuzim wegraeumen und die internationale Schelte ueber sich ergehen lassen?
Formell ist Gaza als Teil der palaestinensischen Autonomie auch Teil des Verantwortungsbereichs Israels. Wie die Realitaet aussieht, ist bekannt. Die vollstaendige Absonderung dieses Objekts wuerde natuerlich das Ende der Blockade bedeuten und wuerde massgeblich den Wind aus den Segeln der jetzigen medialen Lynchkampagne gegen Israel nehmen. Andererseits bedeutet die voellige Freiheit des Zugangs zum Streifen von wem auch immer auf dem Seeweg in weniger als einem Monat eine zweite Hisbollah in 7 km Entfernung von Aschkelon. Und Aegypten wuerde lieber die elfte Plage erleiden, als das Geschenk "Gaza" anzunehmen und ueber seine Glaubensbruender in Hamastan  verantwortlich sein zu muessen. Das hat Kairo gegenueber Jerusalem unmissverstaendlich mitgeteilt
Die Pruefung der Fracht zu internationalisieren, also den "Freunden" Israels in der UNO oder EU anzuvertrauen, waere die einzige Loesung nach der Abkoppelung. Dann wird sich zeigen wer wirklich von den Eurabiern bereit ist anstelle Israels die Fracht aus dem Iran und Libanon zu pruefen, ob da Waffen sind oder nicht. Gegen die Aufhebung der Blockade hat sich aber vor dem Knesetverteidigungsausschuss kategorisch der Schabak-Leiter Juval Diskin ausgesprochen, weil diese eine ernsthafte Gefaehrdung fuer Israel Sicherheit waere. Das ist das gegenwaetige Dilemma der israelischen Regierung. Und die naecshte Flottillenrunde steht Israel bevor.

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